Beitar Jerusalem

Konfrontationen nach Übernahme durch Scheich

Mitglieder der rechtsextremen Fangruppe »La Familia« waren an den Protesten beteiligt. Foto: Flash 90

Nach dem Einstieg eines emiratischen Scheichs in den israelischen Fußballverein Beitar Jerusalem ist es zwischen Fans zu Konfrontationen gekommen.

Hunderte Befürworter und Gegner des Schritts seien am Freitag bei einem Training in Jerusalem aufeinander getroffen, berichtete der israelische Armeesender. Mitglieder der rechtsextremen Fangruppe »La Familia« seien an den Protesten beteiligt gewesen, es sei zu Übergriffen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden vier Personen festgenommen.

beispiel In einem außergewöhnlichen Schritt war der Scheich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bei Beitar eingestiegen. Hamad bin Chalifa al-Nahjan, Geschäftsmann und Verwandter der Herrscherfamilie, übernimmt 50 Prozent der Anteile. Der neue Teilhaber hatte am Dienstag mitgeteilt, man wolle den Klub zum Beispiel für das friedliche Zusammenspiel von Israelis und Arabern machen. »Unsere Tür steht allen offen«, sagte er.

Teile der Fanszene von Beitar Jerusalem gelten als sehr rechts. Sie hatten in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen Ausfällen vor allem gegen Araber für Empörung gesorgt. Die Vereinsspitze unter Besitzer Mosche Hogeg bemüht sich, dem entgegenzuwirken. Er legte den Mitgliedern von »La Familia« nach Medienberichten nahe, ihren eigenen Klub zu gründen.

Nach Angaben des Vereins hat al-Nahjan zugesagt, in den kommenden zehn Jahren 300 Millionen Schekel (etwa 76 Millionen Euro) in den Verein zu investieren. Das Geschäft erfolgt im Zuge einer Annäherung beider Länder. Die Staaten hatten im August die Aufnahme diplomatischer Beziehungen beschlossen. dpa

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026

Fußball

»Ich weiß, wer Weltmeister wird«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel berichtet von sexuellem Missbrauch durch Hamas-Terroristen

In einem Gespräch mit Israels First Lady Michal Herzog schildert der junge Israeli mehrere Übergriffe

 19.06.2026

Umfrage

Mehrheit der Israelis misstraut Trump bei Iran-Abkommen

Was denken Bürger über die Wahrung der Interessen des jüdischen Staates durch den amerikanischen Präsidenten? Wie sehen sie Ministerpräsident Netanjahus Rolle in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt?

 19.06.2026

Berlin

Merz lehnt Apartheid-Vergleich entschieden ab

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Israel mit einem Apartheid-System verglichen. Merz widerspricht sehr deutlich

 18.06.2026

Washington

US-Vize Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

Aus der israelischen Regierung wird Kritik laut – nicht nur am Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, sondern auch an Präsident Trump. Dessen Vize kann mit damit allerdings gar nichts anfangen

 18.06.2026

Nachrichten

Quallen, Rauchen, Gesetz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  18.06.2026

BDS

Boykottversuch gegen israelische Stadtbahn gescheitert

Eine spanische Gewerkschaft fordert von der Firma CAF, die Arbeiten an den Tel Aviver Wagen einzustellen. Doch die weigert sich standhaft

von Sabine Brandes  18.06.2026