Nahost

Kommt ein Waffenstillstand?

Der US-amerikanische Außenminister Antony Blinken trifft aus sein israelische Pendant Israel Katz im Januar in Tel Aviv. Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Die USA setzen sich diese Woche verstärkt für neue Waffenstillstandsgespräche zwischen Israel und der Hamas ein. Ihr Ziel ist es, nach über zehn Monaten Krieg im Gazastreifen Ruhe zu schaffen und Geiseln zu befreien. Das berichtet das »Wall Street Journal«.

Die Verhandlungen zwischen den beiden Seiten sind seit Monaten blockiert, da Israel und die Hamas sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern geben. Ein Team hochrangiger US-Beamter wird noch in dieser Woche in die Region reisen. Sie hoffen, die Gespräche wieder in Gang zu bringen, während die Spannungen im Nahen Osten weiter zunehmen. Es besteht die Sorge, dass ein Angriff Irans bevorsteht.

Hamas hat Teilnahme noch nicht bestätigt

In einem Treffen am Donnerstag forderten die USA gemeinsam mit Ägypten und Katar, dass Israel und die Hamas die Verhandlungen wieder aufnehmen. Diese Länder versprachen, notfalls einen eigenen Lösungsvorschlag zu präsentieren. Israel hat bereits zugesagt, an den Gesprächen teilzunehmen. Die Hamas hat ihre Teilnahme jedoch noch nicht bestätigt.

Arabische Vermittler berichteten, dass Hamas-Führer Yahya Sinwar von Israel verlangt, die Militäroperationen im Gazastreifen einzustellen. Erst dann sei die Hamas bereit, zu verhandeln. Israel wird diese Forderung voraussichtlich ablehnen. Das Land betont weiterhin, dass es entschlossen ist, die Hamas zu besiegen und die Geiseln zurückzubringen.

Lesen Sie auch

Am Dienstag fanden in Kairo Gespräche zwischen israelischen und ägyptischen Delegationen statt. Dabei ging es um den Philadelphi-Korridor und den geschlossenen Rafah-Grenzübergang. Weitere Streitpunkte in den Verhandlungen sind die Freilassung palästinensischer Gefangener und Sicherheitsfragen im Netzarim-Korridor, der von Israel kontrolliert wird. Auch die Anzahl und Identität der freizulassenden Geiseln sind noch ungeklärt.

Druck auf Israel und die Hamas wächst

Der andauernde Krieg im Gazastreifen und die kürzlichen Tötungen militanter Anführer in Teheran und Beirut haben die Lage im Nahen Osten weiter verschärft. Viele Länder drängen Israel und die Hamas, endlich eine Einigung zu erzielen und den Konflikt zu beenden.

Hochrangige US-Vertreter werden die Region in einer Zeit besuchen, in der die Angst vor einem möglichen iranischen Angriff wächst. Israel hat seine Armee bereits in Alarmbereitschaft versetzt. Die USA verlegen zusätzliche militärische Kräfte in die Region.

Am Montag riefen die Staats- und Regierungschefs der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und Italiens gemeinsam zur Deeskalation auf. Sie betonten die Notwendigkeit einer Waffenruhe im Gazastreifen. Ein solches Abkommen könnte auch zur Entschärfung der Spannungen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon beitragen. ja

Arad

Netanjahu fordert Länder auf, sich Krieg gegen Iran anzuschließen

Israels Regierungschef Netanjahu fordert mehr internationale Unterstützung im Krieg mit dem Iran. Er spricht von einer Gefahr für die Sicherheit der ganzen Welt

 22.03.2026

Gesellschaft

Der Krieg im Kopf

Wer am meisten leidet: Eine aktuelle Studie zeigt höchste Stresswerte bei arabischen Israelis und Frauen

von Sabine Brandes  22.03.2026

Krieg

Ein Toter bei Raketenangriff auf Nordisrael

Die Rakete soll aus dem Libanon abgefeuert worden sein

 22.03.2026

Nahost

Siedler greifen Dörfer im Westjordanland an

Die Siedler sollen Fahrzeuge und Häuser in der Nähe von Dschenin und Nablus in Brand gesetzt haben. Sieben Palästinenser sollen verletzt worden sein

 22.03.2026

Krieg

Iran feuert erneut Raketen auf Tel Aviv ab - 15 Verletzte

Die Rakete war der israelischen Armee zufolge mit Streumunition bestückt

 22.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Führen die USA und Israel noch denselben Kampf?

Donald Trump und Benjamin Netanjahu sind gemeinsam in den Krieg gegen den Iran gezogen. Doch was die Regierungen kommunizieren, ist teilweise sehr unterschiedlich

von Sara Lemel, Cindy Riechau, Anna Ringle  22.03.2026

Krieg

60 Verletzte bei weiterem Einschlag in Israel

Iranische Angriffe auf den Süden Israels fordern viele Verletzte. Nach der Stadt Dimona trifft es das etwas nördlicher gelegene Arad

 21.03.2026

Israel

Mindestens 175 Verletzte nach Raketenangriffe auf Dimona und Arad

Durch das iranische Geschoss wurden unter anderem ein zehnjähriger Junge und eine Frau verletzt

 22.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Israels Armee-Chef Zamir: Irans Raketen könnten Berlin treffen

Israels Militärchef warnt: Nach dem iranischen Angriff auf Diego Garcia sieht er auch europäische Hauptstädte wie Berlin im Radius iranischer Raketen. Der Krieg habe etwa die Halbzeit erreicht

 21.03.2026