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Klima, Strafe, Theater

Solarenergie-Anlage Ashalim im Negev Foto: Flash 90

Klima
Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich zum virtuellen Klimagipfel unter der Leitung von US-Präsident Joe Biden geäußert. »Ich weiß, wie sehr er sich stärkeren Aktionen in Sachen Klimaschutz verpflichtet fühlt. Wir hier in Israel sehen das ebenso«, sagte Netanjahu. Er persönlich habe zugesagt, bis 2050 den Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien zu schaffen. In vier Jahren werde das Land keine Kohle mehr verbrennen, so Netanjahu, und den Anteil der Solarenergie habe man in den vergangenen fünf Jahren von zwei auf fast zehn Prozent erhöht. Ende dieses Jahrzehnts sollen erneuerbare Energien mehr als ein Drittel des Stroms liefern. »Wir wirken nicht nur daran mit, Lösungen für die Klimakrise zu erarbeiten, wir helfen auch, den arabisch-israelischen Frieden zu befestigen. Das ist gut für die Region und die ganze Welt.«

Strafe
Ein Gericht hat einen Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er Zehntausende von Sex-Fotos und Videos von jungen Frauen veröffentlicht hatte – ohne die Zustimmung der Abgebildeten. Der 30-Jährige muss nicht nur für vier Jahre hinter Gitter, sondern zusätzlich jeder Geschädigten 800 Euro zahlen. Er hatte seine Schuld zugegeben und daraufhin mit dem Gericht einen Deal ausgehandelt. Die Anklage erklärte, es handele sich dennoch um die höchste Strafe seit der Gesetzesänderung von 2014. Damals war das Gesetz zur Verhinderung von sexueller Belästigung angepasst worden, indem ein Passus hinzugefügt wurde, der das Verbreiten von Bildern und Videos mit sexuellem Inhalt ohne die ausdrückliche Zustimmung der Abgebildeten verbietet. »Er ist auf brutale Weise in die heilige Privatsphäre dieser Frauen eingedrungen«, argumentierte Richter Shlomo Benjo.

Theater
Kurz vor dem Kollaps kam die Rettung. Nach einem Minus von mehr als 25 Millionen Euro ist das Nationaltheater Habima in einer Gemeinschaftsaktion des Kulturministeriums, der Stadtverwaltung Tel Aviv, der Gewerkschaft Histadrut und der Schauspielergewerkschaft gerettet worden. Bürgermeister Ron Huldai erklärte sich bereit, die Verwaltungsangelegenheiten an die Stadt übertragen zu lassen. Noam Semel wird als Leiter die Übergangsphase betreuen. Kulturminister Chili Tropper lobte die Aktion: »Nach Jahren der Finanzkrisen und der existenziellen Gefährdung freue ich mich, dass wir dem nationalen Theater helfen können, dessen Aktivitäten so wertvoll sind.«

Ehre
Professor Manuel Trajtenberg von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tel Aviv ist Ehrenmitglied der American Economic Association (AEA) geworden. Trajtenberg ist damit der siebte Israeli, dem diese Ehre zuteilwird. »Ich bin begeistert«, so der Wirtschaftsexperte, »und sehr stolz, Mitglied der Tel Aviver Universität und ihrer Errungenschaften zu sein.« Sein hauptsächliches Forschungsgebiet sei die technologische Innovation. »Als Teil der Start-up-Nation freue ich mich besonders, dass diese Art der Forschung jetzt die Anerkennung erhält, die sie verdient.«

Mosaik
Ein seltenes Mosaik ist in der Stadt Yavne gefunden worden. Der 1600 Jahre Bodenbelag tauchte auf, als ein neues Wohnviertel gebaut werden sollte. Archäologen der Antikenbehörde meinen, er könnte einst eine Villa geschmückt haben, und freuen sich, dass er sich in einem hervorragenden Zustand befindet. Jetzt soll das Mosaik für alle sichtbar werden: Es wird demnächst im Kulturzentrum der Stadt ausgestellt. In den vergangenen Jahren hatten die Forscher südöstlich von Tel Yavne, der antiken Ansiedlung, mit Ausgrabungen begonnen. »Das archäologische Bewusstsein und der Schutz der antiken Exponate sind wichtig für unsere Stadt mit ihrer reichen Geschichte«, so Bürgermeister Zvi Gur-Air.

Zentrum
Die Hebräische Universität in Jerusalem (HU) hat zum Earth Day 2021 ein neues Zentrum für Nachhaltigkeit eröffnet. Es soll die Umweltforschung und das Lehrangebot in diesem Bereich innerhalb der Hochschule erweitern. Außerdem will es das Thema durch verschiedene Projekte im ganzen Land weiter in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen. HU-Präsident Asher Cohen betonte: »Nachhaltigkeit muss eines der zentralen Ziele unserer Universität sein.« Zunächst soll das Zentrum mit einer Million US-Dollar gefördert werden und von der Wissenschaftlerin Yael Mishael von der Landwirtschaftlichen Fakultät geleitet werden. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Universitäten soll mithilfe des neuen Zentrums vorangebracht werden.

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Gazastreifen

Grenzübergang Rafah soll Sonntag geöffnet werden

Die Öffnung gelte begrenzt für den Personenverkehr, teilte die israelische Armee mit

 30.01.2026

Israel

Möglicherweise bald Primark in Israel

Wegen hoher Versand- und Logistikkosten hat der europäische Kleidungsdiscounter die Region bisher gescheut. Doch nun scheint es Verhandlungen zu geben

 30.01.2026

Wissenschaft

Israelische Studie: Gene beeinflussen Lebenserwartung stärker als gedacht

Das Weizmann-Institut liefert überraschende Erkenntnisse: Demnach bestimmt das Genom deutlich mehr über das erreichbare Lebensalter, als bisher angenommen

 30.01.2026

Tel Aviv

Fast zwei Millionen Israelis leben unter der Armutsgrenze

Besonders besorgniserregend: Fast jedes vierte Kind in Israel wächst in Armut auf

 30.01.2026

7. Oktober

Ex-Geisel Alexander Troufanov: »Erst jetzt können wir wieder atmen«

Nach der Rückkehr der sterblichen Überreste Ran Gvilis fühlt sich Alexander Troufanov endlich frei, wie er in einem Interview erzählt

 30.01.2026

Spannungen in Nahost

Israel bereitet sich auf mögliche Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berät sich mit führenden Sicherheitsvertretern zu einem offiziell als »geheim« bezeichneten Thema. Steht eine Entscheidung der USA über einen Angriff gegen das Teheraner Regime kurz bevor?

 30.01.2026

Jerusalem

Israels Streitkräfte verzichteten auf Angriffe, um Geiseln zu retten

Die Entscheidung, einzelne Terroristen nicht zu töten, habe während des Krieges ein Dilemma dargestellt: Einerseits sollten Bedrohungen neutralisiert werden, andererseits konnten Terroristen wertvolle Informationen liefern, sagt ein IDF-Offizier

 30.01.2026

Doha/Gaza

Hamas: Komplette Entwaffnung kommt nicht infrage

Moussa Abu Marzouk, Mitglied des Hamas-Politbüros, sagt, die Organisation habe zu keinem Zeitpunkt einer Übergabe aller Waffen zugestimmt

 30.01.2026