Corona-Pandemie

Israel hebt immer mehr Beschränkungen auf

Es gibt wieder Konzerte in Israel! Foto: Flash90

In Israel sind jetzt die letzten noch bestehenden Restriktionen wegen des Coronavirus bei Sportveranstaltungen, in Fitness-Studios und Schwimmbädern aufgehoben worden. Auch wird es ab Donnerstag keine Beschränkungen mehr im öffentlichen Nahverkehr geben.

VERANSTALTUNGEN Die weiteren Erleichterungen sind Teil eines Plans, den Gesundheitsminister Yuli Edelstein gemeinsam mit seinem Kollegen im Kulturressort, Chili Tropper, vereinbart hatte. Entsprechend des Plans wird es bei sämtlichen Events keine Zahlenlimits für Inhaber des »grünen Gesundheitspasses« mehr geben. Veranstaltungen mit nichtgeimpften Personen sind jedoch weiterhin auf 50 in Innenbereichen und 500 unter freiem Himmel beschränkt.

In Sportstudios können ab Donnerstag auch Israelis ohne Impfzertifikat trainieren, um fit für die nächste Badesaison zu werden. Jedoch müssen sie sich an die Regeln der sozialen Distanz halten. Taxis können wieder die reguläre Zahl an Fahrgästen mitnehmen, und in Zügen fällt die Notwendigkeit weg, vorher im Internet einen »Eintrittsschein in den Bahnhof« zu bestellen.  

»Ich freue mich, Sie alle bei unseren kulturellen Veranstaltungen wiederzutreffen.«

Kulturminister Chili Tropper

»Wir sind auf dem Weg, alles vollständig zu öffnen«, so Kulturminister Tropper bei der Verkündung der neuen Regeln. Der Plan sei jedoch noch nicht vollständig umgesetzt. Man arbeite daran, auch Kinos und die »Welt der Kinderkultur« wiederzubeleben. »Ich freue mich schon jetzt, Sie alle ab der nächsten Woche bei unseren kulturellen Veranstaltungen wiederzutreffen.«

Die Zahl der Covid-19 Patienten mit schwerem Verlauf in den Krankenhäusern ist derweil auf unter 100 gesunken – zum ersten Mal seit Juli des vergangenen Jahres. Am Dienstagnachmittag wurden noch 93 Kranke in den Hospitälern des Landes behandelt. 55 von ihnen müssen künstlich beatmet werden.

TESTS Die Positivrate der Tests liegt derzeit bei 0,2 Prozent, es gibt noch rund 1230 aktive Fälle mit dem Coronavirus. Die Behörden seien aber sehr beunruhigt, heißt es aus Jerusalem, dass inmitten der erfolgreichen Impfkampagne Varianten aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten.

Seit Montag gilt ein Reiseverbot für sieben Länder. Israelis dürfen derzeit nicht nach Indien, Mexiko, Südafrika, Äthiopien, Brasilien sowie in die Ukraine und Türkei reisen, ordnete die Regierung an. Zwischenlandungen sind zwar erlaubt, aber nur dann, wenn sie nicht länger als zwölf Stunden Aufenthalt beinhalten und der Flughafen nicht verlassen wird.

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Gadi Eizenkot stellt klar: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert Benjamin Netanjahu für dessen Versagen vor dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen / Verteidigungsminister Katz macht die Opposition für mögliche künftige Anschläge verantwortlich

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation soll Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026