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Kamele, Kotel, Start-ups

Bis zu 67 Kilometer pro Stunde: Rennkamel Foto: Flash90

Kamele
Sieben Männer wurden am Freitag bei einem Polizeieinsatz wegen des Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Kamelrennen auf einem Übungsgelände der israelischen Armee in der Negev-Wüste festgenommen, heißt es in einer Polizeierklärung. Bei der Razzia seien 117 Kamele in Beduinendörfern inspiziert und acht beschlagnahmt worden. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, illegal Glücksspiele organisiert und gegen Tierschutzgesetze verstoßen zu haben. An dem Rennen in der Nähe des IDF-Stützpunkts Tzeelim hätten Dutzende Kamele, Lastwagen und Geländewagen teilgenommen. Fahrzeuge überquerten mit hoher Geschwindigkeit die Schießzone der Kaserne, wobei Teilnehmer automatische Waffen in die Luft feuerten. Bewohner Südisraels beklagten, das Rennen sei ein weiteres Beispiel für die Gesetzlosigkeit in der Negev-Region.

Kotel
Hunderttausende Gläubige und Touristen werden während der bevorstehenden Hohen Feiertage an der Kotel in Jerusalem erwartet. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, überprüfte die Western Wall Stiftung, die die Stätte überwacht, routinemäßig die Unversehrtheit der Steine in der Mauer. Diese Untersuchung wird zweimal im Jahr, vor dem Pessachfest und vor Rosch Haschana, vorgenommen. Ingenieure untersuchen dabei jeden einzelnen Stein. Die Inspektion wurde unter der Aufsicht des Rabbiners der Klagemauer, Rabbi Schmuel Rabinowitz, zusammen mit der Altertumsbehörde und entsprechend der Halacha durchgeführt.

Start-ups
Einer neuen Umfrage zufolge wurden 45 Prozent der im Jahr 2023 gegründeten israelischen Start-ups außerhalb von Israel registriert. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 20 Prozent. Einer der Hauptgründe ist, dass sich viele israelische Unternehmer und Mitglieder der Zivilgesellschaft gegen die Gesetzesreform ausgesprochen haben, die der Regierung mehr Macht über die Justiz verleihen würde. Der Trend wirkt sich auch auf bestehende Unternehmen aus, da mehr als 50 israelische Technologiefirmen damit begonnen haben, sich in den USA neu zu gründen. Israel verzeichnete zuvor bereits einen Rückgang seiner Venture-Capital-Investitionen auf 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, verglichen mit 25 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor.

Pässe
Portugiesische Behörden geben an, dass Israelis mehr als jede andere ausländische Gruppe in Portugal die Staatsbürgerschaft beantragen – obwohl sich nur wenige dafür entscheiden, in dem südeuropäischen Land zu leben. 2022 waren es laut portugiesischem Einwanderungsdienst 20.975 Israelis. Möglich macht dies ein 2015 verabschiedetes Gesetz, das es den Nachkommen der während der Inquisition vertriebenen Juden ermöglicht, einen portugiesischen Pass zu beantragen. An zweiter Stelle liegen mit 18.591 Anträgen die Brasilianer, die eine langjährige kulturelle Bindung zu Portugal haben, einschließlich einer gemeinsamen Sprache. Die portugiesische Regierung kündigte an, die Einbürgerungspolitik im Dezember 2023 zu beenden, und erklärte, ihr Zweck der Wiedergutmachung sei »erfüllt«.

Diplomatie
Libyens Premierminister Abdul Hamid Dbeibeh hat sich zum ersten Mal nach der Bekanntmachung eines Treffens zwischen den Außenministern beider Länder geäußert: »Es wird keine Normalisierung mit Israel geben. Leider gab es in der Regierung eine Person, die unabhängig handelte«, sagte er in Bezug auf die Entscheidung der libyschen Außenministerin Najla Mangoush, sich mit ihrem israelischen Amtskollegen Eli Cohen zu treffen. Stunden nachdem Cohens Büro am vorvergangenen Sonntag eine Erklärung zu dem Treffen veröffentlicht hatte, entließ Dbeibeh die Ministerin. Libysche Regierungsbeamte erklärten jedoch gegenüber Associated Press, dass Dbeibeh von der Zusammenkunft gewusst habe.

Förderung
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat 16,7 Millionen Euro bereitgestellt, um zehn Forscher der Hebräischen Universität in Jerusalem (HU) mit Fördergeldern zu unterstützen. Jeder erhält ein individuelles Stipendium in Höhe von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Die HU ist die israelische Institution mit der höchsten Erfolgsquote bei Stipendienanträgen. Shir Atzil etwa habe die Förderung für ihre Arbeit zu biologischen und neuronalen Anziehungsmechanismen erhalten, so die Universität: »Sie wirft Licht auf die Entstehung von Bindungen zwischen Eltern und Säuglingen und lüftet die Geheimnisse romantischer Anziehung und Verliebtheit.«

Huthi

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