Judenfeindlichkeit

Jüdische Organisationen: »Schockierender Anstieg« von Antisemitismus

Die »J7 Task Force« wurde im Jahr 2023 gegründet. Foto: J7

Judenfeindlichkeit

Jüdische Organisationen: »Schockierender Anstieg« von Antisemitismus

Bei anti-israelischen Demonstrationen gebe es »höchst verstörende antisemitische Rhetorik«

 18.10.2023 13:21 Uhr

Jüdische Organisationen haben eine »schockierende Zunahme antisemitischer Zwischenfälle« in vielen Ländern beklagt. Vor dem Hintergrund der Eskalation im Nahen Osten appellierten die sieben größten jüdischen Gemeinden in Deutschland, Kanada, den USA, Großbritannien, Frankreich, Argentinien und Australien am Dienstag an Regierungen, Antisemitismus weiter grundsätzlich und auch als Reaktion auf einzelne Vorfälle zu verurteilen.

Es müsse klar gemacht werden, dass Antisemitismus nicht toleriert werde - »nicht in Taten, nicht in Reden, nicht auf den Straßen und nicht Online«. Auch müssten jüdische Einrichtungen geschützt und unterstützt werden. Gegen Straftäter müsse in vollem Umfang der Gesetze vorgegangen werden, hieß es in der Mitteilung der »J7 Task Force«, wie die Gruppe heißt, zu der auch der Zentralrat der Juden in Deutschland gehört.

Die Zunahme der Vorfälle lasse eine »beunruhigende Zeit« erahnen. In Großbritannien hätten sich dokumentierte antisemitische Zwischenfälle verfünffacht, hieß es. Auch wiesen die jüdischen Organisationen auf Vorfälle in den USA und Frankreich hin. In Deutschland sei der David-Stern an Wohnungen von Juden gemalt worden.

Bei anti-israelischen Demonstrationen gebe es »höchst verstörende antisemitische Bilder und Rhetorik«, so die jüdischen Gemeinden. »Es gibt zu viele ähnliche Beispiele aus zu vielen Orten in der Welt.« dpa

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026

Reisen

(Fast) freie Startbahn für den Sommer

Mehr als 200.000 Flugtickets hätten storniert werden müssen, weil am Flughafen Ben Gurion noch immer amerikanische Militärflieger parken. Jetzt gibt es eine Einigung

von Sabine Brandes  29.06.2026

Nahost

Israel greift Ziele in Südsyrien an

Die Armee hat nach eigenen Angaben »mehrere bewaffnete Terroristen« getötet

 29.06.2026

Südlibanon

Israelische Armee zerstört massiven Hisbollah-Tunnel

Der 25 Meter tiefe und 200 Meter lange Tunnel soll nur 10 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gewesen sein

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026