Nahost

Jordanier verkaufen iranische Raketentrümmer

Derartige Fundstücke häufen sich nach den iranischen Angriffen. In Israel, umgebenden Staaten - und zum Kauf im Internet. Foto: picture alliance / REUTERS

Nahost

Jordanier verkaufen iranische Raketentrümmer

Aus Schrott Geld machen wollen offenbar Bewohner der Überfluggebiete nach den Attacken Irans auf Israel

 17.04.2024 11:14 Uhr

»Gebrauchte iranische ballistische Rakete in gutem Zustand zu verkaufen« - mit zweifelhaftem Geschäftssinn haben einige Jordanier auf die Luftattacken Irans gegen Israel am Wochenende reagiert. Laut einem Bericht der »Times of Israel« (Dienstag) versuchten sie per Online-Anzeige, abgeschossene Drohnen- und Raketenteile zu veräußern.

Auf der lokalen Webseite »Der offene Markt«, einer Plattform zum Kauf und Verkauf gebrauchter Gegenstände, fanden sich demnach am Montag Annoncen für kleinere Geschossteile zum Preis von 50 Jordanischen Dinar (ca. 70 Euro) bis zu 120.000 Dinar (rd. 160.000 Euro) für eine komplette Rakete. Die Anzeigen, die teilweise satirisch gehalten waren, seien am Dienstag wieder von der Webseite entfernt worden.

Zuvor waren im Internet bereits zahlreiche Fotos von iranischem Raketenschrott aufgetaucht, der insbesondere in den Bezirken nahe dem Jordangraben aber auch der Hauptstadt Amman abgestürzt sein soll. Ein Bild zeigte eine fast komplette Rakete, die am Ostufer des Toten Meers heruntergekommen sein soll. kna

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026