Nahost

Jordanier verkaufen iranische Raketentrümmer

Derartige Fundstücke häufen sich nach den iranischen Angriffen. In Israel, umgebenden Staaten - und zum Kauf im Internet. Foto: picture alliance / REUTERS

Nahost

Jordanier verkaufen iranische Raketentrümmer

Aus Schrott Geld machen wollen offenbar Bewohner der Überfluggebiete nach den Attacken Irans auf Israel

 17.04.2024 11:14 Uhr

»Gebrauchte iranische ballistische Rakete in gutem Zustand zu verkaufen« - mit zweifelhaftem Geschäftssinn haben einige Jordanier auf die Luftattacken Irans gegen Israel am Wochenende reagiert. Laut einem Bericht der »Times of Israel« (Dienstag) versuchten sie per Online-Anzeige, abgeschossene Drohnen- und Raketenteile zu veräußern.

Auf der lokalen Webseite »Der offene Markt«, einer Plattform zum Kauf und Verkauf gebrauchter Gegenstände, fanden sich demnach am Montag Annoncen für kleinere Geschossteile zum Preis von 50 Jordanischen Dinar (ca. 70 Euro) bis zu 120.000 Dinar (rd. 160.000 Euro) für eine komplette Rakete. Die Anzeigen, die teilweise satirisch gehalten waren, seien am Dienstag wieder von der Webseite entfernt worden.

Zuvor waren im Internet bereits zahlreiche Fotos von iranischem Raketenschrott aufgetaucht, der insbesondere in den Bezirken nahe dem Jordangraben aber auch der Hauptstadt Amman abgestürzt sein soll. Ein Bild zeigte eine fast komplette Rakete, die am Ostufer des Toten Meers heruntergekommen sein soll. kna

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026