Israel

Israels Generalstabschef kündigt Rücktritt an

Herzi Halevi, scheidender Generalstabschef der IDF Foto: copyright (c) Flash90 2023

Der Generalstabschef der israelischen Armee, Herzi Halevi, hat seinen Rücktritt angekündigt. In seinem am Dienstag versandten Schreiben an Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz heißt es: »Am Morgen des 7. Oktobers scheiterte die IDF unter meinem Kommando bei ihrer Mission, die Bürger Israels zu schützen.«

Der Staat Israel habe einen hohen und schmerzhaften Preis gezahlt, betonte Halevi. »Meine Verantwortung für dieses schreckliche Versagen begleitet mich jeden Tag, jede Stunde und wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.«

Er beantrage in Anerkennung seiner Verantwortung für das Versagen der IDF, seine Amtszeit am 6. März zu beenden. Zugleich verwies er darauf, dass die Armee außergewöhnliche Erfolge verzeichnet und die Abschreckung und Stärke Israels wiederhergestellt habe. Seine Entscheidung sei schon vor langer Zeit getroffen worden.

»Jetzt, da die IDF in allen Kampfgebieten die Oberhand hat und ein weiteres Abkommen zur Geiselrückführung in Vorbereitung ist, ist es an der Zeit.« In der verbleibenden Zeit werde er die Untersuchungen abschließen und die IDF weiter auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereiten, so Halevi in dem Schreiben.

Der 57-jährige Halevi ist der 23. Stabschef Israels. Der Generalleutnant übernahm das Amt am 16. Januar 2023 von seinem Vorgänger Aviv Kochavi. Zuvor war er unter anderem Direktor des militärischen Geheimdienstes und Kommandeur der Elite-Aufklärungseinheit Sayeret Matkal.

Unterdessen hat Medienberichten zufolge Generalmajor Yaron Finkelman ebenfalls mitgeteilt, dass er von seinem Posten als Chef des IDF-Südkommandos zurücktrete. Auch er begründete den Schritt mit seiner Verantwortung für die Fehler der Armee am 7. Oktober 2023.

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026