Anti-Terror-Aktion

Israels Armee meldet Tötung von Raketen-Experten der Hamas in Syrien

Im Visier Israels - sowohl in Gaza als auch außerhalb: Hamas-Terroristen (Symbolfoto) Foto: copyright (c) Flash90 2023

Die israelische Armee hat am Montag eigenen Angaben zufolge einen Raketenexperten der islamistischen Terrororganisation Hamas in Syrien getötet. Hassan Hakascha sei für Raketenbeschuss Israels aus Syrien in den vergangenen Wochen verantwortlich gewesen, teilte die Armee mit. Er habe Hamas-Terrorzellen dirigiert, die aus dem nördlichen Nachbarland Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert hätten.

Hakascha sei in dem Ort Beit Dschinn südwestlich von Damaskus in der Nähe der israelisch besetzten Golanhöhen getötet worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt. 

Israel werde keinen Terrorismus von syrischem Territorium aus tolerieren und Syrien für alle Aktivitäten verantwortlich machen, die von seinem Territorium ausgehen, betonte die Armee in der Mitteilung weiter.

Normalerweise äußert sich Israel nicht zu Angriffen auf Gegner im Ausland. Nur Stunden zuvor war im Libanon ein wichtiger Kommandeur der Terror-Schiitenmiliz Hisbollah, Wissam al-Tauil, bei einen mutmaßlich israelischen Drohnenangriff getötet worden. Dafür gab es von israelischer Seite ebenso wenig eine Bestätigung wie für den ebenfalls mutmaßlich von Israel ausgeführten tödlichen Angriff auf den zweithöchsten Terror-Anführer der Hamas im Ausland, Saleh al-Aruri, am vergangenen Dienstag in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Israel bekämpft seit dem blutigen Überfall der Hamas am 7. Oktober auf Ortschaften in der Nähe des Gazastreifens die Terrororganisation in dem Küstenstreifen. Die Hisbollah im Libanon, die wie die Hamas mit dem Iran verbündet ist, beschießt seither fast täglich Israel, dessen Armee wehrt sich und feuert zurück. Auch von Syrien aus war Israel wiederholt unter Beschuss geraten. Die Sorge vor einer Ausweitung des Gaza-Krieges wächst.

Nahost

Trump verkündet zehntätige Waffenruhe im Libanon

Zuvor habe es Gespräche mit Israels Premier Netanjahu und Libanons Präsidenten Aoun gegeben

 16.04.2026 Aktualisiert

Hintergrund

Hickhack um Friedensgespräche - und eine zehntägige Feuerpause

Nachdem Präsident Trump direkte Verhandlungen erzwingen wollte, setzte er sich schließlich mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah durch

von Sabine Brandes  16.04.2026

Kriminalität

Großrazzien gegen Unterweltclans

Die israelische Polizei geht landesweit gegen vorwiegend arabische organisierte Verbrecherstrukturen vor

von Sabine Brandes  16.04.2026

Wetter

Hochsommer im April

Hitzewelle lässt Temperaturen in Israel auf bis zu 40 Grad steigen – Meteorologen sprechen von ungewöhnlich frühen Extremwerten

von Sabine Brandes  16.04.2026

Diplomatie

Libanons Präsident Aoun will nicht mit Netanjahu telefonieren

Eigentlich befinden sich Israel und der Libanon im Kriegszustand. Einige Zeichen deuten auf einen möglichen Durchbruch hin im Konflikt mit der Hisbollah. Aber Hürden bleiben

 16.04.2026

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 16.04.2026

Gaza

Hamas bestätigt direkte Gespräche mit US-Vertreter

Erstmals seit der Waffenruhe sprechen Vertreter der Hamas und ein US-Berater direkt miteinander – doch die Fronten bleiben erwartungsgemäß verhärtet. Was fordert die palästinensische Terrororganisation, und was sind Israels Bedingungen?

 16.04.2026

Israel

Willkommen im Wahlkampf

Naftali Bennett und Gadi Eizenkot holen in Umfragen auf

von Sabine Brandes  16.04.2026

Jerusalem

Netanjahu: Israel auf mögliche Fortsetzung des Iran-Krieges vorbereitet

»Wir wollen, dass das angereicherte Material des Iran entfernt wird, und wir wollen die Beseitigung seiner Anreicherungskapazitäten im Iran«, sagt der Ministerpräsident

 16.04.2026