Westjordanland

Israelisches Baby stirbt nach Anschlag

Eintreffen der Rettungskräfte im Krankenhaus in Jerusalem Foto: Flash 90

Nach einem Anschlag im Westjordanland ist ein israelisches Baby gestorben. Seine hochschwangere Mutter war bei der Attacke Ende vergangener Woche schwer verletzt worden. Die Ärzte hatten das Baby nach Medienberichten mit einem Notkaiserschnitt in der 30. Woche geholt. Nach mehreren Tagen in kritischem Zustand starb es jedoch, wie das zuständige Krankenhaus in Jerusalem am Mittwoch mitteilte.

Der Terroranschlag ereignete sich bereits am Sonntag. Eine Gruppe Israelis hatte bei der Siedlung Ofra im nördlichen Westjordanland an einer Bushaltestelle gewartet. Die Schüsse seien von einem fahrenden Auto aus abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Das Auto sei auf die Gruppe zugefahren, habe dann kurz angehalten, gefeuert und sei davongerast. Soldaten, die in der Nähe stationiert waren, hätten anschließend auf den weißen Pkw geschossen.

Rivlin sicherte den Sicherheitskräften seine Unterstützung zu, »die ohne Unterlass nach den Terroristen suchen«.

 

SCHÜSSE Die Armee suchte auch am Mittwoch noch nach den Angreifern. Bei dem Anschlag wurden insgesamt sieben Menschen verletzt. Die anderen Opfer – darunter auch der Ehemann der Schwangeren – wurden mittelschwer bis leicht verletzt. Es handelt sich um zwei junge Männer und drei 16-jährige Teenager.

Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte die Attacke »monströs«. Präsident Reuven Rivlin sagte, er bete für die Genesung der Verletzten. »Vor allem für die junge Mutter, die inmitten dieser höllischen Szene ein Leben auf die Welt brachte.« Rivlin sicherte zudem den Sicherheitskräften seine Unterstützung zu, »die ohne Unterlass nach den Terroristen suchen«.

Die im Gazastreifen regierende Hamas lobte den Anschlag mit den Worten »Der Widerstand ist noch am Leben«. (mit dpa)

 

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