Wahlen

Israelische Linke bilden gemeinsame Liste

Israels Gesundheitsminister Nitzan Horowitz Foto: Flash 90

Die linksliberale Meretz-Partei und die Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak (Israel Demokratit) wollen bei der Parlamentswahl im September gemeinsam antreten. Ihre Liste nennt sich »Das demokratische Lager«. Vorsitzender des Bündnisses soll Meretz-Chef Nitzan Horowitz werden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag. An zweiter Stelle werde die Parlamentsabgeordnete der Arbeitspartei, Stav Shaffir, stehen.

In Israel ist für 17. September erneut eine vorgezogene Parlamentswahl angesetzt. Nach der Wahl im April war Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) trotz einer rechts-religiösen Mehrheit bei der erneuten Regierungsbildung gescheitert.

meretz Die 1992 gegründete Meretz steht für eine Zweistaatenlösung mit den Palästinensern. Gleich zu Beginn war Meretz als Koalitionspartner der sozialdemokratischen Arbeitspartei von Yitzhak Rabin entscheidend am Abschluss der Friedensverträge mit den Palästinensern beteiligt. 1995 wurde der damalige Regierungschef Rabin von einem jüdischen Fanatiker ermordet, der weitere Zugeständnisse verhindern wollte.

Der 77-jährige Barak hatte erst im Juni erklärt, mit einer eigenen Partei bei der Wahl anzutreten. Der ehemalige Armeegeneral war von 1999 bis 2001 Ministerpräsident und von 2007 bis 2013 Verteidigungsminister. Er war Chef der Arbeitspartei gewesen und hatte 2011 die Unabhängigkeitspartei gegründet.

mandate Meretz war bei der Wahl im April fast an der 3,25-Prozenthürde gescheitert und erhielt vier Mandate. In letzten Umfragen stand die Partei ähnlich schwach da, ebenso wie Baraks Partei. Das rechts-religiöse Lager hatte weiterhin eine Mehrheit.

Vor wenigen Tagen erst hatte der neue Vorsitzende der Arbeitspartei, Amir Peretz, verkündet, dass er sich mit der Chefin der Gescher‐Partei, Orly Levy‐Abekassis, zusammengetan hat. Die wird im Expertenjargon als »rechts light« bezeichnet. Levy‐Abekassis saß einst für Avigdor Liebermans Israel Beiteinu im Parlament. Bei den vergangenen Wahlen hatte sie es mit Gescher nicht über die Eintrittshürde der Knesset geschafft.  dpa/ja

 

Krieg

Israel will ab Mittwochabend Luftraum teilweise öffnen

Der israelische Luftraum war seit Beginn des Krieges mit dem Iran gesperrt. Zahlreiche Israelis sitzen im Ausland fest – nun soll der Luftraum für deren Rückholung wieder geöffnet werden

 03.03.2026

Jerusalem

Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen

Israels Verteidigungsminister setzt auf einen Machtwechsel im Iran durch das iranische Volk. Eine Expertin sieht das unter den derzeitigen Bedingungen kritisch

 03.03.2026

Washington D.C.

Trump: Irans Raketen hätten schon bald USA treffen können

Laut Trump machte die Bedrohung durch den Iran den Krieg im Nahen Osten notwendig. Sogar das US-Kernland hätte demnach zur Zielscheibe werden können

 03.03.2026

Im Raketenhagel aus dem Iran

Bonbons im Bunker

In den Schutzräumen und Parkgaragen feiern Israelis spontane Purimfeiern. Die Stadtverwaltungen verteilen Süßigkeiten

von Sabine Brandes  03.03.2026

Tel Aviv

Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen

Seit Samstag greifen Israel und die USA Ziele im Iran an. Das israelische Militär hat nun eine bisherige Bilanz des Militäreinsatzes gezogen

 03.03.2026

Iran-Krieg

Israel greift Präsidentenbüro in Teheran an

Die Luftwaffe attackierte außerdem Orte, an denen der Sicherheitsrat tagt

 03.03.2026

Washington D.C.

USA fordern Bürger zur sofortigen Ausreise aus weiten Teilen des Nahen Ostens auf

Amerikaner sollen 14 Staaten umgehend verlassen. Israel gehört dazu

 03.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Nahost

Israel: So muss ein privater Schutzraum ausgestattet sein

Mehrmals täglich heulen die Sirenen. Israelis, die private Schutzräume haben, werden aufgefordert, diese gut vorzubereiten. Bestimmte Gegenstände sind Tabu

 03.03.2026