Nahost

Israelische Delegation nach Ägypten gereist

Kairo Foto: picture alliance / Shotshop

Eine hochrangige israelische Verhandlungsdelegation ist laut informierten Kreisen am Flughafen Kairo in Ägypten eingetroffen. Die israelischen Vertreter seien von ägyptischen Sicherheitsbeamten empfangen worden, hieß es.

Bei dem mehrstündigen Besuch in Ägypten gehe es darum, Wege zu einem Abkommen für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg sowie zur Freilassung von im Oktober aus Israel in den Gazastreifen verschleppten Geiseln zu finden. Der israelische Regierungssprecher wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Besuch äußern.

Israel hatte am Mittwochabend erklärt, einen entsprechenden Vorschlag der Hamas zu prüfen. Die Vermittlerstaaten USA, Katar und Ägypten hätten dem israelischen Verhandlungsteam einen Entwurf der palästinensischen Terrororganisation vorgelegt, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte. Israel wollte demnach den Vermittlern nach der Prüfung des Vorschlags eine Antwort übergeben.

Erfolglose Bemühungen

Die Hamas teilte mit, mit den Vermittlern »einige Ideen« auszutauschen, um ein Ende des Kriegs zu erreichen, obwohl sie ihn am 7. Oktober 2023 selbst begann. Der Inhalt des Hamas-Vorschlags war zunächst nicht bekannt. Es war auch unklar, inwieweit er vom zuletzt diskutierten Plan abweicht.

Seit Monaten laufen Bemühungen, die Hamas zur Freilassung von Geiseln aus ihrer Gewalt zu bewegen - bislang ohne Erfolg. Ende Mai hatte US-Präsident Joe Biden einen dreistufigen Plan vorgestellt, dem die Hamas jedoch nicht zustimmte und zu dem sie Änderungen forderte.

Bislang scheiterte ein Abkommen vor allem daran, dass die Aggressoren der Hamas ein vollständiges Ende des Gaza-Kriegs fordert, Israel dies jedoch ablehnt und von der Bereitschaft zu einer zeitlich begrenzten Waffenruhe spricht. Der jüdische Staat will verhindern, dass sich die Hamas neu organisiert und ihre Ankündigung weiterer Massaker im Stil des 7. Oktober umsetzt. Erklärtes Ziel der Terrorgruppe ist eine Vernichtung Israels. dpa/ja

Medizin-Skandal

Eigenes Baby - falsches Sperma?

Eine Mutter in Israel vermutet eine Verwechslung bei der Samenspende. Der Fall führt erneut zum Assuta-Krankenhaus

von Sabine Brandes  18.08.2026

Meinung

Von Menschen und Monstern

Die neuen Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir sind schockierend, aber leider nicht überraschend

von Ayala Goldmann  18.08.2026

Wandern

Der Weg ist das Ziel

Auf einer Länge von 111 Kilometern lassen sich zwischen Jaffa und Jerusalem auf einem neuen Trail antike Stätten, wechselnde Landschaften und vielfältige Gemeinschaften neu entdecken

von Sabine Brandes  18.08.2026

Nahost

Israel soll Militärflugplatz in Nordsyrien attackiert haben

Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet. Der US-Sondergesandte für Syrien übt deutliche Kritik

 18.08.2026

Tel Aviv

Yoseph Haddad gründet Partei

Der arabisch-israelische Aktivist startet im Vorfeld der für den 27. Oktober vorgesehenen Knesset-Wahlen eine Kampagne

 18.08.2026

Energieminister Eli Cohen

Analyse

Ein neuer Likud?

Eli Cohen liegt bei den Vorwahlen auf Platz eins – und die umstrukturierte Liste zeigt, wie umkämpft die Partei vor der Knesset-Wahl ist

von Sabine Brandes  18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Konzerte

Rückkehr ausländischer Künstler auf israelische Bühnen

Auch der französische Pianist Richard Clayderman hat zwei Konzerte im jüdischen Staat vor sich. Welche anderen Musiker kommen?

 18.08.2026

Westjordanland

Israelische Sicherheitskräfte räumen illegalen Siedler-Außenposten bei Hebron

Die Bewohner hatten zuvor israelische Polizisten angegriffen und an der Arbeit behindert

 18.08.2026