Scharm el Scheich

Israelis und Palästinenser wollen regelmäßige direkte Treffen

Israelische Siedlung Har Choma Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Angesichts der angespannten Sicherheitslage wollen Vertreter der Palästinenser und Israels mit regelmäßigen Treffen eine Grundlage für direkte Verhandlungen schaffen. Ziel sei ein »umfassender, gerechter und dauerhafter Frieden«, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen im ägyptischen Scharm el Scheich am Sonntag.

Ein neuer Mechanismus soll helfen, »Gewalt, Anstachelung und hetzerische Aussagen und Handlungen einzudämmen und zu kontern«. Ergebnisse dazu soll es demnach beim nächsten Treffen im April geben, das ebenfalls in Scharm el Scheich stattfinden soll.

Ramadan An den Beratungen nahmen auch hochrangige Vertreter der USA, Jordaniens und Ägyptens teil. Es fand wenige Tage vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan statt. In vergangenen Jahren hatten die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern in dieser Zeit meist zugenommen.

Ein Treffen im selben Format vor wenigen Wochen im jordanischen Akaba war mutmaßlich das erste direkte Treffen dieser Art im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern seit Jahren.

In der vom Außenministerium in Kairo veröffentlichten Erklärung verpflichteten sich Israelis und Palästinenser erneut, »einseitige Maßnahmen« für drei bis sechs Monate auszusetzen. Details nannten sie wie zuvor nicht. Israel verpflichtete sich erneut, vier Monate lang keine Diskussionen über den Bau neuer Siedlungen im Westjordanland zu führen und sechs Monate lang keine neuen Siedlungs-Außenposten zu genehmigen.

Fast zeitgleich zum Treffen in Scharm el Scheich wurde bei einem palästinensischen Terroranschlag im Westjordanland nach Angaben von Sanitätern ein Israeli schwer verletzt. dpa

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