Protest

Israelis für das Klima

»Nein zur Gewalt und Ja zum Klima« Foto: Flash 90

Inmitten von Wahlpropaganda und Gewalt aus Gaza sehen viele Israelis auch eine andere Bedrohung: die des Klimawandels. Tausende von Umweltschützern demonstrierten am vergangenen Wochenende gegen die Untätigkeit der Regierung in Sachen Erderwärmung und die geplante Plattform zur Gasförderung, die ihrer Meinung nach zu nah an der Küste liegt.

Schilder Der Protest war organisiert von einer Koalition der größten israelischen Umweltverbände, darunter die Gesellschaft für den Schutz der Natur Israels (SPNI), Schomrei Bait und Greenpeace. Mehr als 4000 Demonstranten trugen Schilder, die »saubere Luft und Umwelt« forderten und Jerusalem zu Taten aufforderten. »Wir stehen an einer kritischen Stufe der Menschheitsgeschichte und müssen uns endlich von den schmutzigen Brennstoffen verabschieden und auf erneuerbare Energien umstellen«, lautete die Botschaft der Veranstalter.

»Dies ist ein Kampf um unser nacktes Überleben«, sagt Joni Sapir von Schomrei Habait.

»Der Klimawandel geschieht – das ist eine Tatsache. Diese Krise bedroht uns alle ohne Ausnahme.« Die Demonstrierenden forderten auch die Verlegung der geplanten Erdgas-Plattform des Leviathan-Feldes. »Dies ist ein Kampf um unser nacktes Überleben«, sagte Joni Sapir von Schomrei Habait im Fernsehinterview während der Demonstration. »Es darf nicht erlaubt werden, Förderplattformen in solcher Nähe zu bewohnten Gebieten zu bauen.

Caesarea Die sozio- und umweltpolitische Agenda in diesem Land muss sich ändern.« Die Plattform soll nur wenige Kilometer vor der Küste in der Nähe des geschützten Dor-Strandes nördlich von Caesarea angelegt werden. Viele Umweltschützer und auch Mediziner meinen indes, dass das eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Anwohner bedeutet, weil es Luftverschmutzung mit sich bringe und im Fall eines Unfalls toxische Beiprodukte freisetzen könnte, die das Leben der Meeresbewohner und der Menschen gefährden würden.

Die Veranstalter fordern, dass die Plattform 125 Kilometer vom Strand entfernt im Meer aufgebaut wird. Israel hat bereits Gasdeals mit mehreren Ländern abgeschlossen, darunter Jordanien und Ägypten. Außerdem soll eine Pipeline das Erdgas über Griechenland und Zypern bis nach Europa leiten.

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu heute

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Washington

Streben nach einem Friedensabkommen, Waffenruhe und Normalisierung: In Washington treffen sich Israel und Libanon zu direkten Gesprächen. Aber wie realistisch sind die Ziele?

 13.04.2026

Waffenruhe

Mangel an Flügen könnte für teuren Sommer sorgen

Reisexperten warnen, dass die Rückkehr der ausländischen Airlines ein langsamer Prozess sein könnte

von Sabine Brandes  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designerter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Nahost

US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren

Donald Trump möchte verhindern, dass der Iran Gebühren von Schiffen durch die Meerenge verlangt. Jetzt will das US-Militär die Kontrolle der Straße von Hormus übernehmen

 13.04.2026

Nahost

Hinrichtungen im Iran auf 35-Jahres-Rekordhoch

Im Iran wurden 2025 laut Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet – ein Höchststand seit 35 Jahren. Menschenrechtsorganisationen fordern Konsequenzen

 13.04.2026

Libanon

Israels Armee umstellt Hisbollah-Hochburg

In dem Ort in der Nähe der israelischen Grenze sollen Dutzende Kämpfer der Terror-Miliz eingeschlossen sein

 13.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026