Jerusalem

Israeli in Altstadt getötet

Das Attentat geschah in der Altstadt von Jerusalem. Foto: Flash 90

Nur zwei Tage nach dem Terroranschlag, bei dem zwei israelische Soldaten getötet wurden, ist ein Israeli in der Altstadt von Jerusalem erstochen worden. Der vierfache Familienvater Adiel Kolman erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus, nachdem ihn ein palästinensischer Terrorist in der Chagai-Straße in der Nähe des Eingangs zum Felsendom mit einem Messer angegriffen hatte.

Kolman, der an den Ausgrabungen der Davidsstadt beteiligt war, versuchte nach Augenzeugenberichten noch, den Angreifer abzuwehren, doch er war unbewaffnet.

Westjordanland
Der 28-jährige Palästinenser aus dem Westjordanland stach sein Opfer mehrfach in den Oberkörper. Er konnte zunächst fliehen, wurde von Polizisten verfolgt und dabei erschossen. Die Zerstörung des Hauses des Terroristen ist nach Angaben der israelischen Armee bereits angeordnet.

»Vier weitere Kinder haben gestern ihren Vater verloren. Für die Hinterbliebenen ist der Schmerz unerträglich«, schrieb Präsident Reuven Rivlin nach dem Anschlag. »Der 32-jährige Adiel Kolman arbeitete mit vollem Einsatz in der Davidsstadt und wurde gestern in der Altstadt ermordet – bei einem schrecklichen und brutalen Terroranschlag. Der Terror in den Straßen Jerusalems – unserer Hauptstadt –, in der Juden und Araber seit Hunderten von Jahren zusammenleben, ist ein riesiges Desaster für alle Bewohner. Wir werden nicht zulassen, dass dies zur Realität wird. Wir kämpfen gegen den Terrorismus und werden siegen.«

Kommentar

Wenn das kein Antisemitismus ist, was dann?

Ein Mann wollte in Zürich eine Synagoge in Brand stecken. Der Täter gestand die Attacke. Er kam vor Gericht. Nun wurde er freigesprochen

von Nicole Dreyfus  04.05.2026

Wirtschaft

Wenn Stärke teuer wird

Die israelische Währung ist gegenüber dem Dollar so viel wert wie seit 30 Jahren nicht mehr – mit misslichen Folgen für die Start-up- und Hightech-Branche

von Sabine Brandes  04.05.2026

Belu-Simion Fainaru

»Als Künstler spreche ich eine universelle Sprache«

Der israelische Bildhauer über den Rücktritt der Jury und die Politisierung der Kunstbiennale von Venedig

von Ayala Goldmann  04.05.2026

Gesetz

Balanceakt oder Begnadigung?

Die Generalstaatsanwältin signalisiert Gesprächsbereitschaft für eine Einigung im Prozess von Premier Netanjahu

von Sabine Brandes  04.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  04.05.2026

Wahlkampf

Neues Bündnis im Anti-Netanjahu-Lager: Eisenkot und Liberman prüfen gemeinsame Liste

Ein Problem der Zusammenarbeit zeichnet sich bereits ab: Liberman hat signalisiert, selbst Premierminister werden zu wollen. Eisenkot will aber auch keine Rolle als Nummer zwei akzeptieren

 04.05.2026

Tel Aviv

Anklage gegen vier Palästinenser wegen geplanter Anschläge in Israel

Die Vorwürfe: Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Rekrutierungsversuche sowie die Vorbereitung eines Anschlags mit tödlicher Absicht

 04.05.2026

Jerusalem

Herzog reist nach Mittelamerika

Erstmals besucht ein israelisches Staatsoberhaupt Panama. Auch Costa Rica steht auf dem Reiseplan

 04.05.2026

Aschkelon

Israel wirft Flottillen-Aktivisten Hamas-Verbindungen vor, Haft verlängert

Den beiden Männern werden mehrere Delikte zur Last gelegt. Dazu zählen eine Unterstützung des Feindes in Kriegszeiten sowie die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation

 04.05.2026