Jerusalem

Israel zieht Konsequenzen aus massivem Anstieg von Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Corona-Infizierten steigt stark. Dabei sind mehr als 58 Prozent der Israelis vollständig geimpft. Foto: Flash 90

In Israel gilt seit heute wegen massiv steigender Corona-Infektionszahlen der sogenannte Grüne Pass für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Alle Personen ab drei Jahren müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wenn sie etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen, Fitnessstudios, Museen, Restaurants, Universitäten und Konferenzen besuchen wollen. In Gebetshäusern gilt eine Ausnahme für bis zu 50 Personen. Kinder bis zwölf Jahre können kostenlos getestet werden. Ab zwölf Jahre müssen die Kosten selbst übernommen werden.

Israels Regierung versucht mit den Maßnahmen einen möglichen Lockdown zu den jüdischen Feiertagen im September zu verhindern. Am Dienstagabend meldete das Gesundheitsministerium 8726 neue Corona-Infizierte für den Vortag - den höchsten Wert seit mehr als einem halben Jahr. Dabei sind mehr als 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis vollständig geimpft. Mehr als eine Million Menschen haben nach Angaben der Regierung zudem bereits eine dritte Impfung als Auffrischung erhalten.

Es besteht laut Gesundheitsministerium zudem eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen, außer in den eigenen vier Wänden. Zusätzlich müssen Masken draußen getragen werden, wenn mehr als 100 Personen zusammenkommen.

Für Veranstaltungen gelten zusätzlich zahlenmäßige Beschränkungen: In Sälen dürfen maximal 400 Personen zusammenkommen, draußen 500 Personen. Private Zusammenkünfte werden in geschlossenen Räumen auf 50 und im Freien auf 100 Besucher begrenzt. Unbestuhlte Massenveranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen von bis zu 1000 Menschen besucht werden, im Freien von bis zu 5000 Menschen. Grundsätzlich dürfe ein Veranstaltungsort nur zu 75 Prozent belegt werden, teilte das Gesundheitsministerium im Vorfeld mit.

In Einkaufszentren und Läden mit mehr als 100 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich zudem nur ein Kunde pro 7 Quadratmeter aufhalten. dpa

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026

Israel

Herzog zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus

Javier Milei erhält in Jerusalem die höchste zivile Auszeichnung des jüdischen Staates. Der argentinische Präsident stellte sich im Konflikt mit dem Iran klar an die Seite Israels und der USA

 20.04.2026

Jom Hasikaron

Schmerz und Erinnerung im Herzen der Stadt

Welche Zukunft hat der Gedenkort der Terroropfer und gefallenen Soldaten am zentralen Dizengoff-Platz in Tel Aviv?

von Sabine Brandes  20.04.2026

Waffenruhe

Präsident Aoun: Libanon verhandelt alleine mit Israel

Seit ein paar Tage gilt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Die Regierung in Beirut will dauerhafte Stabilität für den Mittelstaat erreichen

 20.04.2026

Nahost

Soldat schlägt auf Jesus-Statue ein. Israel kündigt harte Strafe an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke »aufs Schärfste«. Das israelische Militär kündigte »angemessene Maßnahmen« gegen alle Beteiligten an

 20.04.2026

Nahost

Iran richtet zwei Männer hin

Den Verurteilten wurde vorgeworfen, für den Mossad spioniert zu haben. Menschenrechtler sprechen jedoch davon, dass es sich um politische Gefangene gehandelt habe

 20.04.2026

Nord-Israel

Kiryat Schmona: Bewohner demonstrieren gegen Waffenruhe mit Hisbollah

Die Demonstranten werfen der Regierung vor, die Sicherheitsinteressen des Nordens preiszugeben

 20.04.2026

Staatsbesuch

Milei sagt Israel Unterstützung zu – Direktflüge und Botschaftsumzug angekündigt

Neben der Politik kommt die Kultur nicht zu kurz: Für eine israelische Fernsehsendung zum morgigen Jom Haatzmaut singt der argentinische Präsident einen Song

 20.04.2026