COVID-19

Israel will Schoa-Überlebende weltweit gegen Corona impfen

Omer Yankelevich Foto: Flash 90

Jeder Holocaust-Überlebende weltweit soll gegen das Coronavirus geimpft werden: Das ist das Ziel einer Kampagne des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten, wie israelische Medien heute berichten.

Ministerin Omer Yankelevich (Blau-weißes Bündnis) beauftragte die weltweit tätige jüdische Freiwilligenorganisation Schalom Corps mit der bürokratischen Durchführung der Impfkampagne.

SPENDEN Während einer schweren globalen Krise inmitten der Corona-Pandemie bestehe so die Möglichkeit, »den Holocaust-Überlebenden, die durch die Vernichtung der Nazis bedroht wurden und durch ihre Tapferkeit das Judentum fortbestehen ließen, zu helfen und etwas zurückzugeben«, wird Yankelevich zitiert. Für das Programm werde gegenwärtig nach Spendern gesucht.

Ferner bemühe sich das Ministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsressort um Unterstützung der beiden Impfstoffhersteller Moderna und Pfizer. Unter anderem sollten zusätzliche Impfstoffdosen eingekauft werden, damit Israels eigene Impfkampagne nicht verlangsamt wird.

Der noch nicht endgültige Plan sieht demnach vor, Impfstoff an Zentren in der ganzen Welt zu verteilen. Holocaust-Überlebende, die die Impfzentren nicht erreichen können, sollen durch Extraeinsätze versorgt werden.

Dem Ministerium zufolge leben etwa 190.000 Holocaust-Überlebende in Israel und 130.000 weitere in aller Welt. kna/ja


Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  04.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Ramallah

Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz

Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen

 01.04.2026

Wahlkampf in Israel

Opposition stellt Netanjahus Kriegsbilanz infrage

Der Ministerpräsident sei »nicht in der Lage, eine strategische Lösung zu erreichen«, sagt Oppositionsführer Jair Lapid

 01.04.2026

Nahost

11-jähriges Mädchen bei iranischem Streubombenangriff schwer verletzt

Die Lage im Überblick

 01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026