Katar

Israel will am Montag über weitere Freilassungen von Geiseln verhandeln

Auch am Samstagabend wurde in Tel Aviv wieder für die Freilassung der Geiseln demonstriert Foto: copyright (c) Flash90 2025

Israel wird am Montag eine Delegation nach Doha in Katar senden, um die Verhandlungen über eine Feuerpause in Gaza und die Freilassung der verbliebenen Geiseln in der Gewalt der islamistischen Hamas voranzubringen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu am Abend mit. Israel habe eine Einladung der von den USA unterstützten Unterhändler akzeptiert, hieß es.

Nach israelischen Informationen werden noch 24 lebende Geiseln und 35 Leichen von Verschleppten im Gazastreifen festgehalten. Israel verhandelt nicht direkt mit der Hamas, die Verhandlungen laufen über die Vermittler aus Ägypten und Katar.

Terroristen der Hamas sehen »positive Anzeichen«

Ein Sprecher der Hamas hatte die Bereitschaft der Terrororganisation betont, in die zweite Phase der Verhandlungen einzutreten, und von »positiven Anzeichen« berichtet, dass es zu einer zweiten Phase der Vereinbarung über eine Feuerpause in Gaza kommen könne.

Der Sprecher betonte zudem, die Hamas habe kein Problem, sich mit Vertretern der US-Regierung zu treffen, da diese die Macht habe, Druck auf Israel auszuüben. Unerwähnt ließ er, dass die Terrororganisation selbst immer wieder den Geisel-Deal torpediert hat, indem sie sich nicht an Abmachungen hielt, die Freizulassenden mit entwürdigen Zeremonien für ihre Propaganda missbrauchte und im Falle von Shiri Bibas sogar erst einen falschen Leichnam überstellt hatte.

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Im Januar hatten Israel und die Hamas eine Vereinbarung über eine Feuerpause im Krieg in Gaza erzielt. Dabei kamen Geiseln der Hamas im Austausch für palästinensische Häftlinge frei. Über die Freilassung der übrigen Geiseln sollte in einer zweiten Phase verhandelt werden.

Erneut Demonstration für Freilassung der Geiseln

Zahlreiche Menschen demonstrierten am Abend in Tel Aviv erneut für eine Vereinbarung, die die Freilassung aller Geiseln ermöglicht. Dabei wurden auch Appelle ehemaliger Geiseln als Videobotschaften übertragen. »Das ist unsere Gelegenheit, den Verhandlungsraum zu betreten und nicht zu verlassen bis zu dem Moment, an dem wir jeden nach Hause bringen«, sagte ein Mann, der nach 505 Tagen in Hamas-Gefangenschaft freigekommen war. Die Freundin eines Soldaten in der Gewalt der Hamas mahnte: »Wenn wir zum Kämpfen zurückkehren, werden sie in Gefangenschaft sterben.« dpa/ja

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