»Ramat Trump«

Israel widmet US-Präsident neue Golan-Siedlung

Bei der Grundsteinlegung für »Ramat Trump« im Juni 2019 Foto: Flash 90

Israels Regierung hat am Sonntag eine neue Siedlung auf den annektierten Golanhöhen nach US-Präsident Donald Trump benannt.

Das Kabinett des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu versammelte sich zu einer feierlichen Sitzung auf dem Hochplateau. Die neue Siedlung soll »Ramat Trump« heißen – auf deutsch Trump-Höhen. Es ist noch unklar, wann der Bau beginnen soll.

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Geste Netanjahu sprach bei der Sitzung von einem »historischen Tag«. Man wolle mit dem Akt »Israels großen Freund« Trump würdigen. »Wir werden die Golanhöhen weiter ausbauen, für die jüdischen und die nichtjüdischen Bewohner«, sagte Netanjahu. US-Botschafter David Friedman dankte Netanjahu für die »außergewöhnliche Geste« an Trump.

Die neue Siedlung soll »Ramat Trump« heißen – auf deutsch »Trump-Höhen«.

Trump hatte die Golanhöhen Ende März formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen. Bei einem Besuch Netanjahus in Washington hatte der US-Präsident eine entsprechende Proklamation unterschrieben.

Mit diesem Schritt verstoßen die USA gegen eine UN-Sicherheitsratsresolution, die sie 1981 selbst mit verabschiedet hatten. Einstimmig hatte das höchste UN-Gremium die israelische Annexion damals für nichtig erklärt.

Geografie Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau oberhalb des Kinneret, etwa 60 Kilometer lang und 25 Kilometer breit. 1967 wurde es von Israel erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

Die Golanhöhen sind etwa 60 Kilometer lang und 25 Kilometer breit.

Netanjahu hatte sich lange international um eine Anerkennung der Golanhöhen als israelisch bemüht. Kurz vor der Parlamentswahl im April in Israel erfüllte Trump ihm diesen langgehegten Wunsch.

Am 17. September sollen die Israelis erneut an die Wahlurne gehen, nachdem Netanjahu bei der Regierungsbildung gescheitert war.  dpa

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