Jerusalem

Israel weitet Lockerungen aus

Auf dem Mahane-Yehuda-Markt in Jerusalem Foto: Flash 90

Ungeachtet eines deutlichen Neuanstiegs von Corona-Infektionen hat die israelische Regierung am Mittwoch weitere Lockungen beschlossen. Der Zugverkehr solle in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Nach Medienberichten ist auch die Wiederöffnung von Kultureinrichtungen geplant.

Transportministerin Miri Regev erklärte, die Wiederaufnahme des Zugverkehrs sei wichtig für die Öffnung der Wirtschaft. »Wenn die Züge nicht fahren, sehen wir überfüllte Busse«, sagte Regev. Mit Einsatz der Züge könne man die Passagiere dagegen besser verteilen. Die Fahrkarten müssen laut der Vorschriften im Voraus bestellt werden und es dürfen nicht mehr als 500 Passagiere in einem Zug fahren.

MASSNAHMEN Israel hatte zu Beginn der Corona-Welle sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert, der Verlauf der Pandemie in dem kleinen Mittelmeerland war bisher relativ glimpflich. Nun ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus jedoch so stark gestiegen wie seit knapp zwei Monaten nicht mehr. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 299 neue Fälle registriert.

Nach Medienberichten sollen in einem Teil des Tel Aviver Vororts Jaffa, der Beduinenstadt Rahat in der Negev-Wüste sowie Arara spezielle Beschränkungen umgesetzt werden. Dort sollten wegen einer starken Ausbreitung des Coronavirus Bewegungs- und Versammlungsbeschränkungen verhängt und Schulen geschlossen werden, hieß es.  

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 19.783 Menschen in Israelnachgewiesen worden, 303 sind gestorben. dpa

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nachrichten

Umwelt, Anerkennung, Bücher

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  02.07.2026

1000 Tage

Tausende Stimmen gegen das Vergessen

Die Hebräische Universität und Edut 710 schaffen ein KI-gestütztes Archiv, das die Zeugnisse des 7. Oktober bewahrt

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

5800 Juden wollen in diesem Sommer Alija machen

Das Interesse, nach Israel überzusiedeln, ist ungebrochen groß: Im Juli und August werden zahlreiche Neubürger erwartet, vor allem aus Frankreich und den USA

 02.07.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  02.07.2026

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  02.07.2026