Covid

Israel startet Projekt mit Corona-Antikörpertests für Schüler

Unterricht in einer Schule in Rehovot, Mai 2020 Foto: Flash 90

Israel startet ein Projekt mit Corona-Antikörpertests für Schüler, um mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen. Ab Sonntag sollen Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden, wie eine Sprecherin des Erziehungsministeriums am Freitag bestätigte. Das Angebot soll es demnach zunächst in drei religiös geprägten Städten in Israel und zwei Siedlungen im Westjordanland geben. Insgesamt seien von dem Projekt 250.000 Kinder betroffen.

Hintergrund ist, dass an diesem Sonntag bereits das Schuljahr für religiöse jüdische Jungen startet, wie die Sprecherin sagte. Das Ministerium gehe davon aus, dass rund 25 bis 30 Prozent der betroffenen Kinder bereits vom Coronavirus genesen seien und daher Antikörper hätten. Diese Kinder müssten nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn ein Krankheitsfall in der Klasse auftrete. Wer keine Antikörper aufweise, werde beim Auftreten eines Krankheitsfalles eine Woche lang täglich auf das Coronavirus getestet.

quarantäne Die Idee dahinter sei: »Wer krank ist, geht in Quarantäne, wer nicht, nicht«, sagte die Sprecherin. Für alle Tests brauche es die Zustimmung der Eltern. Wer nicht getestet werden wolle, lerne von zu Hause.

Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen. Laut Ministerium stellt sie fast elf Prozent der Infizierten.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat bereits an vier Tagen in Folge die 3000er-Marke überschritten. Am Freitagmorgen meldete das Gesundheitsministerium 3843 neue Infektionen für den Vortag. 253 Corona-Patienten sind schwer erkrankt. Knapp 58 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. dpa

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären.«

 02.08.2026

Street-Art

Jeden Tag ein neues Gesicht

In Tel Aviv zeugen unzählige Graffitis von dem, was die Stadt und ihre Menschen bewegt. Eine Tour

von Valentin Suckut  02.08.2026

Kommentar

Sánchez’ alter, antisemitischer Trick

Wer trägt die Verantwortung für die jüngste Katastrophe in Ceuta? Ausnahmsweise wohl nicht »die Zionisten«

von Rafael Seligmann  02.08.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 02.08.2026

Wahlkampf

Der Anti-Bibi

Erstmals führt Gadi Eizenkot mit seiner Partei Jaschar die Wahlumfragen an. Wer ist der überraschende Top-Herausforderer?

von Joshua Schultheis  01.08.2026

Meinung

Die Vereinten Nationen und ihre obsessive Fixierung auf den jüdischen Staat

Warum der Staatengemeinschaft ihre Heuchelei und Doppelmoral eher früher als später zum Verhängnis werden wird

von Daniel Neumann  01.08.2026

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026

Libanon

Reaktion auf Drohnenangriff: Israel sprengt Hisbollah-Tunnelsystem

Auslöser für die nun erfolgte Zerstörung sei ein Drohnenangriff der Hisbollah am Mittwoch gewesen, erklären Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz

 31.07.2026

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026