Gazastreifen

Israel prüft, ob Yahya Sinwar tot ist

Yayha Sinwar beim Al-Quds-Tag 2023 in Gazastadt Foto: picture alliance / AA

Seit Wochen hatte Hamas-Chef Yahya Sinwar mit niemandem außerhalb seiner Terrororganisation Kontakt. Die israelischen Sicherheitsbehörden prüfen deshalb nun, ob Sinwar tot oder verwundet sein könnte, oder ob er absichtlich jeden Kontakt zur Außenwelt abgebrochen hat, wie mehrere israelische Medien berichten.

Der militärische Nachrichtendienst der IDF vermutet, dass Yahya Sinwar bei Angriffen getötet worden sein könnte. Ausreichende Indizien gibt es dafür nicht. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet geht davon aus, dass er noch lebt.

Der Terrorchef galt schon immer als öffentlichkeitsscheu. Bilder von Auftritten gibt es nur wenige. Nach den Massakern vom 7. Oktober, die er maßgeblich plante, zog sich Sinwar in die Terrortunnel im Gazastreifen zurück, um sich dem Zugriff durch die israelische Armee (IDF) zu entziehen.

Lesen Sie auch

Doch bisher hatte der Hamas-Chef noch über handgeschriebene und verschlüsselte Nachrichten, die er ausgewählten Kurieren übergab, mit der Außenwelt kommuniziert.

Ein letztes Lebenszeichen wurde Mitte September von der libanesischen Terror-Miliz Hisbollah veröffentlicht. In einem Brief dankt Sinwar den Terroristen für ihre Anteilnahme am Tod seines Vorgängers Ismail Haniyeh und schwört, bis zur Vernichtung Israels zu kämpfen. Unklar ist, wann der Brief verfasst wurde. Nun jedoch herrscht israelischen Medienberichten zufolge Stille. Das erschwere auch die Verhandlungen über einen Geiseldeal mit der Hamas, die noch immer rund 100 Menschen in ihrer Gewalt hat.

Der israelische Vorschlag für einen Geiseldeal sieht auch vor, dass der 61-jährige Hamas-Chef freies Geleit für eine Ausreise aus dem Gazastreifen bekommen würde – wenn dafür alle Geiseln freigelassen werden. ja

Photo by Al-Aqsa TV/UPI Photo via Newscom picture alliance

Gaza

Khalil al-Hayya wird neuer Hamas-Führer

Knapp zwei Jahre nach der Tötung ihres Anführers Yahya Sinwar durch die israelische Armee hat die radikalislamistische Hamas mit Khalil al-Hayya offenbar einen neuen Chef

 20.07.2026

Tel Aviv

Zamir warnt Iran vor Angriffen auf Israel

»Wir werden mit großer Stärke gegen jeden vorgehen, der uns schadet«, sagt der Generalstabschef, nachdem Trümmer einer iranischen Rakete auf Israel niedergegangen sind

 20.07.2026

Protest

Minister und Aktivisten demonstrieren für Wiederaufbau von Siedlungen in Gaza

Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir setzt sich seit Jahren für israelische Siedlungen im gesamten Gazastreifen ein. Premier Netanjahu lehnt das ab

 20.07.2026

Berlin

Humboldt-Universität will weiter mit Israel kooperieren

Die Berliner Humboldt-Universität ist gegen einen Boykott israelischer Hochschulen. Das Studierendenparlament hatte zuletzt einen Abbruch der Beziehungen gefordert

 20.07.2026

7. Oktober

»Die Ärzte beschlossen, ihn zu erschießen«

Hanan Yablonka wurde von Hamas-Terroristen in den Gazastreifen entführt und getötet. Nun hat erstmals seine Schwester Avivit Yablonka Abady über Hanans letzte Minuten gesprochen

 20.07.2026

Ben-Gurion-Flughafen

Randale an Bord: Drei Israelis in Lufthansa-Maschine festgenommen

Die Polizei muss Gewalt anwenden, da die Passagiere keine Einsicht zeigen und Beamte angreifen

 20.07.2026

Ulaanbaatar

Angriff auf israelische Touristen in der Mongolei

Während der Attacke riefen die Angreifer »Heil Hitler« und »Verschwindet von hier«

 20.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  19.07.2026 Aktualisiert

Hightech

Zu Besuch im Silicon Wadi

Israels größter Technologiepark will IT-Talente nach Haifa locken. Das ist gar nicht so einfach

von Valentin Suckut  18.07.2026