Iran

Israel kritisiert Wahl Raeissis

Der designierte iranische Präsident Ebrahim Raeissi Foto: imago images/Xinhua

Die Wahl des erzkonservativen Klerikers Ebrahim Raeissi zum neuen iranischen Präsidenten ist in Israel auf scharfe Kritik gestoßen. »Der neue Präsident des Irans ist ein radikaler Mensch, der für den Tod von Tausenden von Iranern verantwortlich ist«, schrieb der israelische Außenminister Yair Lapid am Samstagabend bei Twitter.

Die geringe Wahlbeteiligung wird von Beobachtern als Boykott und Warnsignal der Bevölkerung ausgelegt.

Raeissi sei als »Schlächter von Teheran« bekannt. »Seine Wahl sollte eine neue Entschlossenheit wecken, sofort das iranische Atomprogramm zu stoppen und (Teherans) zerstörerischen regionalen Bestrebungen ein Ende zu setzen.«

Hardliner Raeissi wird Nachfolger von Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl antreten durfte. Der Spitzenkandidat der Hardliner und Wunschpräsident der politischen Eliten erhielt laut Innenministerium mehr als 60 Prozent der Stimmen.

Die geringe Wahlbeteiligung wird von Beobachtern als Boykott und Warnsignal der Bevölkerung ausgelegt. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte, die Wahl Raeissis sei der iranischen Öffentlichkeit aufgezwungen worden. Er sei der bisher extremistischste Präsident des Irans.

Israel und der Iran sind Erzfeinde. Israel wirft Teheran vor, weiter an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der jüdische Staat sieht sich durch den Iran in seiner Existenz bedroht. Unter anderem hatte Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei Israel als Geschwulst in der Nahost-Region bezeichnet, das mit einem »heiligen Krieg« der Palästinenser entwurzelt und entfernt werden müsse. dpa

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Die Armee erhöht ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026