Teheran

Iran verhaftet Bahai-Anhänger wegen angeblicher Spionage für Israel

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei (Symbolfoto) Foto: imago images/ZUMA Wire

Der iranische Geheimdienst hat mehrere Mitglieder der Bahai-Gemeinschaft wegen angeblicher Spionage für Israel verhaftet. Die Bahai-Religion wird von den Mullahs im Iran nicht anerkannt und darf nicht praktiziert werden.

Die Gruppe habe im Auftrag Israels geheime Informationen gesammelt und weitergeleitet, erklärte der Geheimdienst im Staatssender IRIB am Montag. Außerdem habe die Gruppe in Kindergärten und Schulen Missionsarbeit für ihre Religion betrieben. Details zu den verhafteten Bahais wurden nicht angegeben, aber es handelt sich wohl um Iraner.

Unter dem Vorwand der Spionage für den Erzfeind Israel wurden in den letzten Wochen auch zwei Ausländer - ein Belgier und ein Schwede - festgenommen. Dem Iran wird vorgeworfen mit solchen Verhaftungen die Freilassung von iranischen Gefangenen im Ausland ermöglichen zu wollen. Teheran bestreitet dies und beruft sich auf das Recht, sich gegen Spionage zu wehren. dpa

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