Teheran

Iran verhaftet Bahai-Anhänger wegen angeblicher Spionage für Israel

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei (Symbolfoto) Foto: imago images/ZUMA Wire

Der iranische Geheimdienst hat mehrere Mitglieder der Bahai-Gemeinschaft wegen angeblicher Spionage für Israel verhaftet. Die Bahai-Religion wird von den Mullahs im Iran nicht anerkannt und darf nicht praktiziert werden.

Die Gruppe habe im Auftrag Israels geheime Informationen gesammelt und weitergeleitet, erklärte der Geheimdienst im Staatssender IRIB am Montag. Außerdem habe die Gruppe in Kindergärten und Schulen Missionsarbeit für ihre Religion betrieben. Details zu den verhafteten Bahais wurden nicht angegeben, aber es handelt sich wohl um Iraner.

Unter dem Vorwand der Spionage für den Erzfeind Israel wurden in den letzten Wochen auch zwei Ausländer - ein Belgier und ein Schwede - festgenommen. Dem Iran wird vorgeworfen mit solchen Verhaftungen die Freilassung von iranischen Gefangenen im Ausland ermöglichen zu wollen. Teheran bestreitet dies und beruft sich auf das Recht, sich gegen Spionage zu wehren. dpa

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

Nahost

Iran droht USA mit Angriffen

Die USA blockieren Schiffe mit Ziel iranischer Häfen. Teheran droht mit Konsequenzen für die fragile Waffenruhe

 15.04.2026

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 15.04.2026

Streit

Israel wirft Südkoreas Präsidenten vor, Massaker an Juden zu verharmlosen

Lee Jae-Myung zog einen Vergleich zwischen einem angeblichen Vorgehen Israels gegen palästinensische Kinder und dem Holocaust. Das Jerusalemer Außenministerium bezeichnet dies als »inakzeptabel«

 15.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  15.04.2026

Jerusalem

Mossad-Chef: Einsatz gegen Iran erst mit Regime Change beendet

»Unsere Mission ist noch nicht beendet«, sagt David Barnea

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Fortsetzung des Krieges gegen Hisbollah

Befragt wurden Bürger auch zu den Streitkräften und der Regierung von Benjamin Netanjahu

 14.04.2026

Nahost

Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Beirut und Jerusalem direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

von Amira Rajab, Cindy Riechau  14.04.2026