Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

In der Nacht haben iranische Staatsmedien den Tod von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer an. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump den Tod Chameneis verkündet. »Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Es sei die »größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern«, so Trump, der auch ankündigte, dass die Bombardierungen im Iran weitergehen würden, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

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Im Teheran war nach ersten Berichten über Chameneis Tod spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.

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Die Revolutionsgarde des Iran droht nun mit Vergeltung. »In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen«, hieß es in einer Presseerklärung der Streitmacht der Islamischen Republik. »Dieses große Verbrechen wird nicht unbeantwortet bleiben und ein neues Kapitel in der Geschichte der islamischen Welt sowie des Schiismus aufschlagen.« Das Blut Chameneis werde »wie eine reißende Quelle hervorquellen und das amerikanisch-zionistische Unrecht und die Verbrechen ausmerzen«.

Präsident Trump reagierte auf die Drohungen aus dem Iran mit großer Wut. Sollte Iran nicht aufhören, würden die USA es »mit bisher ungesehener Macht« schlagen, postete er online.

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In der Nacht war die Frequenz der Angriffe auf Israel niedriger. Trotzdem wurde in Tel Aviv ein Gebäude direkt getroffen, wobei eine Frau starb und 20 Menschen verletzt wurden. Seit den frühen Morgenstunden müssen die Israelis wieder in die Bunker.

Am Morgen gab es zudem Meldungen über schwere Explosionen in Dohar. Seit Samstag greift der Iran immer wieder auch Golfstaaten wie Katar und Bahrain an, wo sich US-Stützpunkte befinden. Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain entstand Sachschaden, teilte das dortige Innenministerium auf X mit. Zuvor hatten bereits die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten Einschläge gemeldet. Mehrere arabische Länder haben Irans Angriffe scharf verurteilt.

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Israel setzt Luftangriffe fort

Neben den USA hat auch die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Sonntag weitere Angriffswellen im Iran geflogen. Ins Visier genommen wurden dabei Abschussstellungen für ballistische Raketen sowie die Luftabwehrsysteme, wie die Armee mitteilte.

Sitzung der Atombehörde

Auf Antrag Russlands soll es am Montag in Wien eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geben, wie die Organisation mitteilte. Zuvor hatte bereits der Iran unter Verweis auf eine »Bedrohung« der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung gefordert.

Im Iran soll nach dem Tod Chameneis vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Regierungsberater der Nachrichtenagentur Mehr. ja,dpa

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