Israelhass

IOC verurteilt antisemitischen Boykott

Wird boykottiert, weil er Israeli ist: der Judoka Tohar Butbul (r.) Foto: imago images / ITAR-TASS

Das IOC hat sich wegen des Verzichts zweier Judoka auf ihre möglichen Kämpfe gegen einen Israeli bei Olympia besorgt gezeigt. »Wir werden handeln, wenn es einen schamlosen Verstoß gegen die olympische Charta gibt«, sagte IOC-Spitzenfunktionär James Macleod am Dienstag.

Zuvor war in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm der Algerier Fethi Nourine nicht gegen den Sudanesen Mohamed Abdalrasool angetreten, um einem möglichen Zweitrunden-Duell mit dem Israeli Tohar Butbul aus dem Weg zu gehen. Abdalrasool wurde als Sieger gewertet, verzichtete dann aber auf das Duell gegen Butbul.

»Das IOC ist immer besorgt bei solchen Fällen, wir schauen uns das genau an«, sagte der beim Internationalen Olympischen Komitee für die Beziehungen zu den nationalen Dachverbänden zuständige Macleod. Im Fall des Algeriers Nourine habe dessen Nationales Olympisches Komitee umgehend gehandelt und den Judoka nach Hause geschickt. Der Judo-Weltverband suspendierte den Sportler vorläufig und nahm weitere Ermittlungen auf.

Bei Abdalrasool war der Grund für seinen Verzicht zunächst offiziell unklar geblieben. »Wir werden alles untersuchen, das an uns herangetragen wird und mit den NOKs und den Weltverbänden von Fall zu Fall kooperieren«, sagte Macleod. Das IOC sei in seiner Position bei Fällen von Diskriminierung sehr klar und werde nicht vor einem Eingreifen zurückschrecken, versicherte Macleod.

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Mailand

Israel schließt eigenes Bobteam von Olympia aus

Die Aktionen eines Athleten hätten gegen olympische Werte verstoßen, so die Begründung des Komitees

 23.02.2026

Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Berlinale

David Cunio: »Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben«

Die israelische Ex-Hamas-Geisel bedankte sich an einem ebenso denkwürdigen wie emotionalen Abend im Babylon-Kino bei Regisseur Tom Shoval für den Film »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026