Gaza

Hamas-Terroristen: Verhandlungen haben keinen Sinn

Hamas-Terroristen in Khan Yunis Foto: picture alliance / Anadolu

Die palästinensische Terrorgruppe Hamas hält weitere Gespräche mit Israel über eine neue Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln für zwecklos. »Angesichts des Hungerkriegs, den Israel im Gazastreifen führt, haben Verhandlungen oder die Auseinandersetzung mit neuen Vorschlägen keinen Sinn«, teilte Basim Naim, hochrangiges Mitglied des Politbüros der Hamas, mit.

Der Vorwurf eines »Hungerkrieges« aus dem Mund eines Hamas-Anführers wird auch in Israel als absurd angesehen. Denn die Terrororganisation selbst stiehlt den Bewohnern Gazas Nahrungsmittel, die ihnen umsonst zugeteilt werden sollten, und verkauft sie gewinnbringend weiter. Zudem brachte sie ihre eigene Bevölkerung mit ihrem Krieg in diese Situation. Hinzu kommt: Die arabischen Terroristen hungern die Geiseln aus, die sich seit 578 Tagen in ihrer Gewalt befinden.

Lesen Sie auch

Naim ließ offen, ob die Hamas die Gespräche mit Israel wieder aufnehmen will, wenn Israel die seit rund zwei Monaten andauernde Blockade von Hilfslieferungen beendet.

Das Land lässt seit März keine Hilfslieferungen mehr in den Gazastreifen zu, um die Einnahmen der Hamas zu verringern. Israels Sicherheitskabinett beschloss kürzlich aber, künftig wieder Lieferungen in den Gazastreifen zu erlauben - jedoch mit einem anderen Mechanismus, sodass die Hamas nicht von den Lieferungen profitieren könne.

Nach Informationen der »Washington Post« sollen Güter in bis zu sechs Zentren im Gazastreifen an Familien verteilt werden. US-Sicherheitsfirmen sollen den Vorgang absichern. Ab wann auf diese Weise wieder Güter in das umkämpfte Küstengebiet kommen könnten, blieb zunächst offen. dpa/ja

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026