Gaza

Hamas-Terroristen: Verhandlungen haben keinen Sinn

Hamas-Terroristen in Khan Yunis Foto: picture alliance / Anadolu

Die palästinensische Terrorgruppe Hamas hält weitere Gespräche mit Israel über eine neue Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln für zwecklos. »Angesichts des Hungerkriegs, den Israel im Gazastreifen führt, haben Verhandlungen oder die Auseinandersetzung mit neuen Vorschlägen keinen Sinn«, teilte Basim Naim, hochrangiges Mitglied des Politbüros der Hamas, mit.

Der Vorwurf eines »Hungerkrieges« aus dem Mund eines Hamas-Anführers wird auch in Israel als absurd angesehen. Denn die Terrororganisation selbst stiehlt den Bewohnern Gazas Nahrungsmittel, die ihnen umsonst zugeteilt werden sollten, und verkauft sie gewinnbringend weiter. Zudem brachte sie ihre eigene Bevölkerung mit ihrem Krieg in diese Situation. Hinzu kommt: Die arabischen Terroristen hungern die Geiseln aus, die sich seit 578 Tagen in ihrer Gewalt befinden.

Lesen Sie auch

Naim ließ offen, ob die Hamas die Gespräche mit Israel wieder aufnehmen will, wenn Israel die seit rund zwei Monaten andauernde Blockade von Hilfslieferungen beendet.

Das Land lässt seit März keine Hilfslieferungen mehr in den Gazastreifen zu, um die Einnahmen der Hamas zu verringern. Israels Sicherheitskabinett beschloss kürzlich aber, künftig wieder Lieferungen in den Gazastreifen zu erlauben - jedoch mit einem anderen Mechanismus, sodass die Hamas nicht von den Lieferungen profitieren könne.

Nach Informationen der »Washington Post« sollen Güter in bis zu sechs Zentren im Gazastreifen an Familien verteilt werden. US-Sicherheitsfirmen sollen den Vorgang absichern. Ab wann auf diese Weise wieder Güter in das umkämpfte Küstengebiet kommen könnten, blieb zunächst offen. dpa/ja

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Nahost

Israels Armee zerstört Haus im Westjordanland

Hintergrund ist eine tödliche Auseinandersetzung mit Siedlern und Soldaten im vergangenen Monat

 11.08.2026

Jerusalem

Netanjahu setzt umstrittenen Unternehmer auf Likud-Liste

Der neue Kandidat hatte US-Präsident Trump unlängst als »ein moralisch korrumpiertes Stück Scheiße« bezeichnet, revidierte seine Meinung jedoch nun. Derweil deutet sich im Likud ein Streit über Listenplätze an

 11.08.2026

Nahost

Israel erwartet Täuschung durch zwei arabische Staaten

Medienberichten zufolge soll der jüdische Staat mit scheinbaren diplomatischen Annäherungen in Sicherheit gewogen und dann angegriffen werden

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  11.08.2026

Diplomatie

Kolumbien erkennt Israels Souveränität über den Golan an

Die neue Regierung in Bogotá will auch die kolumbianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Unterdessen hat Israel Soforthilfe für die Opfer des schweren Erdbebens in Kolumbien zugesagt

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026