Gaza

Hamas fällt weitere Todesurteile wegen angeblicher Kollaboration mit Israel

Vorbereitung einer Hinrichtung im Gazastreifen 2013 Foto: imago/ZUMA Press

Im Gazastreifen sind nach offiziellen Angaben erneut zwei Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel zum Tode verurteilt worden. Zudem sei für einen Drogendealer ebenfalls die Todesstrafe verhängt worden, teilte die militärische Justizbehörde der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas am Dienstag mit.

Bereits im September und Oktober sind insgesamt sechs Männer wegen angeblicher Kollaboration mit Israel zum Tode verurteilt worden. Zwei von ihnen sollen sensible und genaue Informationen weitergegeben haben.

Zuletzt hatte die im Gazastreifen herrschende Hamas Todesurteile 2016 vollstreckt, damals an drei verurteilten Mördern. Seither wurden zwar noch Todesurteile verhängt, aber nicht vollstreckt.

Kurz vor den letzten Exekutionen hatten Hamas-Abgeordnete eine neue Verordnung zur Todesstrafe im Gazastreifen gebilligt. Diese widersprach der bis dato gültigen Praxis, nach der alle Todesurteile von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah im Westjordanland gebilligt werden mussten.

Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. In dem Küstengebiet leben rund zwei Millionen Palästinenser. dpa

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