JNF-KKL

Grüne Zionisten

Mädchen pflanzen Bäume für den KKL. Foto: Flash 90

Es war am 19. Tewet im Jahr 1901, als in Petach Tikwa die erste Furche gegraben wurde. Damit war vor 115 Jahren während des fünften Zionistischen Kongresses in Basel der »Keren Kayemet L’Israel – Jewish National Fund« geboren. In all den Jahren seither hat sich KKL-JNF für den Naturschutz im Gelobten Land eingesetzt – und tut es noch heute unermüdlich.

Die Organisation bezeichnet ihre Tätigkeiten selbst als »zionistische Aktionen in grün«. Sie sind in drei hauptsächliche Bereiche aufgeteilt: Nachhaltigkeit, Entwicklung der Peripherie und zionistische Bildung, um ein »besseres Morgen« zu schaffen. Die Zahlen sprechen für die Erfolge von KKL-JNF: Es wurden unter anderem 240 Millionen Bäume gepflanzt, 81.000 Hektar Wald, 1034 Picknick- und Erholungsanlagen, 230 Wasserreservoirs sowie 1300 Kilometer Radwege geschaffen.

KKL-JNF ist die größte Nichtregierungsorganisation in Israel. Heute kümmern sich 45 Vertretungen in verschiedenen Ländern, darunter auch in Deutschland, darum, die Mission in die Welt zu tragen. Die berühmte blaue Spendenbox mit dem Davidstern steht an unzähligen Orten.

Kampagne Besonders das vergangene Jahr sei ein sehr aufregendes gewesen, heißt es aus der Organisation. Vor allem in Sachen Nachhaltigkeit sei viel geschehen: So wurden die lokalen Gemeinden mehr in den Schutz des Waldes einbezogen. Eine Kampagne mit anderen Jerusalemer Umweltschutzorganisationen beispielsweise rettete den Berg Heret vor ungehinderten Bauvorhaben. Mehr und mehr werden auch Geschäftsleute einbezogen. So eröffneten KKL und das Dan-Hotel Carmel einen umweltfreundlichen Aussichtspunkt in dem grünen Gelände. Zusammen mit den Elektrizitätswerken wurde ein Pfad für erneuerbare Energien in Galiläa gebaut. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung in Kfar Saba und der Ben-Gurion-Universität im Negev bauten die Umweltschützer ein Zentrum für den Wasserschutz in Städten.

Nach den verheerenden Waldbränden vom November 2016 verfolgt KKL die Politik des »Hände weg!«, damit sich der Wald von selbst regenerieren kann: »Es braucht nur ein wenig Hilfe am Rande: tote Äste wegräumen, Feuerschneisen einrichten und ähnliches, doch alles andere geht von ganz allein.«

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