Nahost

Gespräche über Iran und Syrien

Zwei Staatschefs unter sich: Präsident Putin und Premier Netanjahu (2016) Foto: imago

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trifft nach eigenen Angaben den russischen Präsidenten Wladimir Putin am 21. Februar in Moskau. »Es ist sehr wichtig, dass wir weiterhin verhindern, dass sich der Iran in Syrien militärisch etabliert«, sagte Netanjahu am Dienstag in Jerusalem. Dies werde das Hauptthema des Treffens sein.

In der kommenden Woche wird Netanjahu auch zu einer Nahost-Konferenz in Warschau reisen. Bei der von den USA und Polen ausgerichteten Konferenz geht es um die Zukunft und die Sicherheit im Nahen Osten.

Die Veranstaltung wird von der Regierung in Teheran als »Anti-Iran-Konferenz« kritisiert. Sie findet unmittelbar vor der Münchner Sicherheitskonferenz statt, zu der zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Außen- und Verteidigungsminister erwartet werden.

ATOMBOMBE Israel warnt die Welt seit Jahren vor den expansionistischen Bestrebungen des Irans und kritisiert das Atomabkommen mit dem Iran scharf. Netanjahu betont außerdem immer wieder, Israel werde – auch angesichts der Ankündigungen des Mullah‐Regimes, den jüdischen Staat auszulöschen – eine dauerhafte militärische Präsenz des Irans im Nachbarland Syrien nicht dulden. Er wirft Teheran vor, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung weiter den Bau einer Atombombe anzustreben.

Die Beziehungen zwischen Israel und Russland galten nach dem Abschuss eines russischen Flugzeuges vor der syrischen Küste im September als angeschlagen. Damals war ein Aufklärungsflugzeug mit 15 Soldaten über dem Mittelmeer einem Fehltreffer der syrischen Luftabwehr zum Opfer gefallen. Die Syrer hatten eigentlich auf vier angreifende israelische F-16-Jets gezielt.

Anschließend hatten sich Netanjahu und Putin im November kurz in Paris beim Gedenken an das Ende des verheerenden Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren getroffen.  dpa/ja

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