Jared Kushner in Israel

Gespräche über Frieden

Jared Kushner (l.) und Benjamin Netanjahu Foto: Flash 90

Es ist nicht einmal einen Monat her, dass Jared Kushner in Israel war. Und nun ist der Schwiegersohn und engste Berater von US-Präsident Donald Trump wieder vor Ort. Er reiste am Mittwoch an und wurde von Premierminister Benjamin Netanjahu herzlich begrüßt.

Nach Angaben aus dem Büro des Regierungschefs sprachen die beiden über Frieden in der Region. Anschließend fuhr Kushner nach Ramallah, um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu treffen.

Kushner ist von der US-Regierung als oberster Berater für die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern eingesetzt. Bei den Gesprächen in Jerusalem mit dabei waren der Gesandte in Friedensangelegenheiten aus Washington, Jason Greenblatt, und der US-Botschafter in Israel, David Friedman.

Greenblatt hat die Region bereits mehrfach bereist. Netanjahu und Kushner bekräftigten ihren generellen Wunsch nach Frieden. Doch wie bereits bei der Visite von Trump wurden auch dieses Mal keine konkreten Pläne diskutiert, wie dieser auf den Weg gebracht werden soll. Auch ist keine Zusammenkunft zwischen Abbas und Netanjahu geplant.

Miss Universe Viele Medien in Israel berichten im Anschluss an das Treffen über den Mangel an konkreten Ideen. In einem Kommentar im Fernsehkanal 2 hieß es, die Aussagen von Kushner und Netanjahu erinnerten an »den Wunsch nach Weltfrieden von Miss Universe«.

Jedoch hatte das US-Außenministerium einen Tag vor der Abreise Kushners den Standpunkt des Präsidenten wiederholt: »Siedlungen sind nicht förderlich für den Friedensprozess«, machte die Sprecherin im Ministerium, Heather Nauert, klar.

Der israelische Finanzminister Mosche Kachlon indes ist sich sicher, dass Trumps Regierung Druck auf Jerusalem ausübt, um einen Deal zu erreichen. Das erläuterte er am Dienstag während einer Konferenz in Tel Aviv: »Etwas ist geschehen. Die US-Regierung denkt, sie kann ein Abkommen erreichen. Vielleicht meint Trump, er habe mehr Einfluss als die vorherige Regierung von Barack Obama, weil die Beziehung zu Israel jetzt so gut ist.«

Direkt nach seiner Ankunft war Kushner gemeinsam mit Friedman zur Familie von Hadas Malka gefahren, die am Freitag bei einem palästinensischen Terroranschlag getötet wurde. Sie überbrachten die Beileidsbekundungen der US-Regierung sowie des amerikanischen Volkes und zündeten eine Gedenkkerze für die ermordete 23-Jährige an.

Jerusalem

Ben-Gvir präsentiert israelische Fahne auf dem Tempelberg

Ausschreitungen und anti-arabische Gesänge während israelischen »Flaggenmarsches« – Polizei nimmt 13 Randalierer fest

 14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Israel

Netanjahus Gesundheit vor Gericht

Der Premier erklärt sich in Verleumdungsprozess für »topfit« – doch Widersprüche bei Angaben zu seiner Krebsbehandlung werfen neue Fragen auf

von Sabine Brandes  14.05.2026

Nahost

Drei israelische Zivilisten durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe

 14.05.2026

Westjordanland

»Peace Now«: Friedensaktivist von Siedlern im Gesicht verletzt

Der Leiter von »Peace Now«, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen

 14.05.2026

Israel

Neue Hoffnung auf günstige Flugtickets

Nach monatelangen Flugausfällen kehren internationale Airlines zurück – Lufthansa und Wizz Air machen den Anfang

von Sabine Brandes  14.05.2026

Israel

Parlamentswahl könnte vorgezogen werden

Der Vorsitzende der Regierungskoalition, Ofir Katz, reichte einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Auflösung der Knesset ein

 14.05.2026

Nahost

Netanjahus Büro: Premier hat während Iran-Kriegs heimlich Emirate besucht – der Golfstaat dementiert

Laut dem Büro des Regierungschefs habe der Besuch zu »einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten« geführt

 14.05.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026