Israel

Gespannte Ruhe

Israelisches Raketenabwehrsystem »Iron Dome« in der Nähe von Sderot im Süden des Landes Foto: Flash90

Nach Raketenangriffen auf zivile Ziele in Israel und einem Vergeltungsschlag der Armee auf ein Terrorziel in Gaza herrscht am Freitag eine gespannte Ruhe. Israelische Medien berichten unter Berufung auf politische Kreise, man müsse sich auf eine mögliche Eskalation des Konflikts einstellen.

Bei einem Antiterror-Einsatz israelischer Sicherheitskräfte in Jenin im Westjordanland hatte es am Donnerstag nach palästinensischen Angaben neun Tote gegeben. Die Palästinensische Autonomiebehörde kündigte daraufhin am Abend die Zusammenarbeit mit Israel in Sicherheitsfragen auf.

terroranschlag Militärangaben zufolge waren die Einsatzkräfte in Jenin bei dem Versuch beschossen worden, mehrere Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Dschihad festzunehmen. Drei bewaffnete Verdächtige wurden demnach im Feuergefecht von Kugeln getroffen, weitere festgenommen. Die Palästinenser würden verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben.

In der Nacht feuerten palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen Raketen auf israelische Ziele ab.

In der Nacht feuerten dann palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen Raketen auf israelische Ziele ab, darunter die Mittelmeerstadt Aschkelon. Im gesamten Gebiet nahe des Gazastreifens heulten Alarmsirenen. Das Luftabwehrsystem »Iron Dome« konnte zwei Geschosse abfangen, teilte das Militär mit. Kurze Zeit später griffen israelische Kampfflugzeuge eine unterirdische Produktionsstätte für Militärraketen der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen an.

Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärte, er habe die Streitkräfte angewiesen, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten und entsprechend zu agieren, »bis die Ruhe für die Bürger Israels wiederhergestellt ist«. ja/dpa

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert