Israel/Gaza

Gali und Ziv Berman offenbar am Leben, Shlomo Mansour wurde ermordet

Gali und Ziv Berman sind seit mehr als 500 Tagen Geiseln der Hamas. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

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Gali und Ziv Berman offenbar am Leben, Shlomo Mansour wurde ermordet

Die Kibbuzim dieser Geiseln erhielten Informationen über das Schicksal ihrer Bewohner auf unbekannten Wegen. In einem Fall ist es eine gute Nachricht, im anderen Fall ist sie traurig

von Imanuel Marcus  11.02.2025 10:08 Uhr

Nach Erkenntnissen ihrer Familie sind die Hamas-Geiseln Gali und Ziv Berman am Leben. Direkte Verwandte gaben israelischen Medien zufolge an, sie hätten Lebenszeichen der Zwillingsbrüder erhalten.

»Wir atmen tief durch, aber wir wissen, in wessen Händen sie sind und wie sehr ihr Leben in Gefahr ist«, heißt es in einer Botschaft der Familie an die Bewohner des Kibbuz Kfar Aza. Von dort waren die Berman-Brüder am 7. Oktober 2023 vom palästinensischen Terror nach Gaza verschleppt worden.

Details zum gesundheitlichen Zustand der 27-jährigen Bermans wurden nicht bekannt. Auch ist unklar, auf welchem Weg die Informationen übermittelt wurden.

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»Schwerster Tag«

Wie die Streitkräfte (IDF) bestätigten, ist Shlomo Mansour jedoch tot. Den Streitkräften zufolge wurde er bereits am 7. Oktober in seinem Kibbuz Kissufim von den Terroristen ermordet und sein Leichnam in den Gazastreifen verschleppt.

»Dies ist einer der schwersten Tage in der Geschichte unseres Kibbuzes. Shlomo war für uns viel mehr als ein Mitglied der Gemeinschaft - er war ein Vater, ein Großvater, ein wahrer Freund und das schlagende Herz von Kissufim«, so seine Familie und Freunde.

»Sein Lächeln, seine Bescheidenheit und seine menschliche Wärme waren eine Inspiration für uns alle. Es bricht uns das Herz, dass wir ihn nicht lebend zu uns zurückbringen konnten. Die gesamte Gemeinschaft betrauert seinen Verlust und ist in Trauer und Schmerz vereint«, hieß es aus dem Kibbuz Kissufim.

Netanjahu reagiert

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach der Familie Mansour am Morgen sein Beileid aus. Shlomo Mansour sei »ein Baumeister des Landes und ein Gründer des Kibbuz Kissufim« gewesen, der als Kind das Farhud-Pogrom gegen die Juden in Bagdad überlebt habe.

»Wir teilen die tiefe Trauer der Familie«, so Netanjahu. »Wir werden nicht ruhen und nicht schweigen, bis er zurückgebracht und in Israel beigesetzt wird. Wir werden weiter entschlossen handeln, bis wir alle Geiseln, die lebenden und die toten, zurückbringen.«

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