Israel

G7-Außenminister rufen zur Deeskalation in Nahost auf

Das Regime im Iran droht Israel seit Jahren mit der Vernichtung. Foto: imago images/Pacific Press Agency

Angesichts der sich zunehmend verschärfenden Lage im Nahen Osten mahnen die sieben großen westlichen Industrienationen (G7) zur Deeskalation in der Region. In einer gemeinsamen Videokonferenz riefen die G7-Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Japans, Kanadas und der USA alle Parteien zur größtmöglichen Zurückhaltung auf, um eine endgültige Eskalation des Konflikts zu verhindern.

Lesen Sie auch

Der Weg des Dialogs und der Mäßigung solle in der aktuellen Situation eingeschlagen werden, sagte Italiens Außenminister Antonio Tajani. Italien führt derzeit den G7-Vorsitz und organisierte die kurzfristig einberufene Konferenz.

Seit den Hamas-Massakern am 7. Oktober 2023 und dem daraus resultierenden Krieg in Gaza, eskaliert die Lage zusehends. Irans Proxy, die Hisbollah im Libanon, greift Israel täglich an, das sich wiederum verteidigt. Nach den gezielten Tötungen des Hisbollah-Kommandeurs Fuad Shukr in Beirut, der für den Angriff auf Majdal Shams, bei dem zwölf Kinder und Jugendliche starben, veratwortlich sein soll, und des Politchefs der Terrororganisation Hamas Ismail Hanijeh in Teheran haben die vom Iran unterstützte Hisbollah und das Mullahregime Israel mit massiver Vergeltung gedroht.

Es wird ein regionaler Flächenbrand befürchtet, sollten sich auch die mit dem Iran verbündeten Terrormilizen in der Region beteiligen. Dazu zählen neben der Hisbollah und der Hamas, die Houthi im Jemen sowie Milizen im Irak und in Syrien. Israels drohte seinerseits mit schweren Konsequenzen bei einem Angriff.

Die Gruppe der Sieben (G7) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs sieben großer Industriestaaten. dpa/ja

Reisen

Internationale Airlines bleiben weiter weg

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfiehlt EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Israel zu meiden

von Sabine Brandes  27.04.2026

Essay

Eva Erben: Was es bedeutet, Israeli zu sein

Die tschechische Holocaust-Überlebende kam 1948 mit ihrem Mann Peter nach Israel

 27.04.2026

Jerusalem

Herzog lehnt Netanjahus Begnadigungswunsch vorerst ab

Der Präsident spricht sich für neue Verhandlungen über einen möglichen Vergleich im laufenden Korruptionsprozess gegen den Regierungschef aus

 27.04.2026

Nahost

Trotz Waffenruhe: IDF-Soldat tot, neue Angriffe der Hisbollah

Ein IDF-Panzer bleibt liegen. Daraufhin schlägt eine mit Sprengstoff beladene Hisbollah-Drohne neben den Soldaten ein

 27.04.2026

Wahlen

Bennett und Lapid gründen gemeinsames Wahlbündnis

Die beiden Oppositionspolitiker wollen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Herbst ablösen

 27.04.2026

Israel

Netanjahu macht Krebsbehandlung öffentlich

Der Ministerpräsident wurde wegen eines bösartigen Prostatatumors behandelt

 24.04.2026

Tel Aviv

El Al baut Flugverkehr wieder aus: 40 Ziele bis nächste Woche

Nach Angaben der Fluglinie soll das Angebot im Laufe des Monats weiter wachsen. Es sei denn, die Sicherheitslage verändert sich wieder

 24.04.2026

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026