Israel

Fünf Morde bei Bandenmassaker in arabischer Gemeinde

Die israelische Polizei ermittelt (Symbolfoto). Foto: imago

Mindestens fünf Menschen sind am Donnerstag durch Schüsse in einer Autowaschanlage in der Nähe der Stadt Nazareth im Norden Israels getötet worden. Die Polizei geht von einem kriminellen Hintergrund aus. Der Vorfall in der arabischen Ortschaft Jafia sei der schlimmste dieser Art seit 2009, schrieb die israelische Nachrichtenseite ynet. In der Nähe des Tatorts sei ein brennendes Fahrzeug gefunden worden. 

Bei einem weiteren gewaltsamen Vorfall wurden am Donnerstag in der arabischen Ortschaft Kafr Kanna - ebenfalls nahe Nazareth - ein dreijähriges Mädchen und ein 30-jähriger Mann durch Schüsse auf ein Geschäft schwer verletzt. 

Seit Jahresbeginn sind nach Medienberichten durch Gewalt im arabischen Sektor Israels fast 100 Menschen getötet worden. Der Polizei wird vorgeworfen, sie gehe nicht entschlossen genug gegen die Gewaltwelle vor.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte zu dem Vorfall in der Waschanlage: »Ich bin erschüttert von dem schrecklichen Mord nahe Nazareth. Wir sind entschlossen, diese Mordserie zu stoppen.« Mit diesem Ziel solle im Kampf gegen Verbrecherbanden auch vermehrt der Inlandsgeheimdienst Schin Bet eingesetzt werden. 

Die arabische Minderheit macht in Israel rund 20 Prozent der knapp zehn Millionen Einwohner aus. dpa

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026

Gazastreifen

Trump lädt Netanjahu und Putin in »Friedensrat« ein

Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung überwachen. Auch der israelische Premier soll dabei sein

von Sabine Brandes  19.01.2026

Hamas-Massaker

»Keine Ausreden mehr«

Vor und in der Knesset gibt es Proteste, als die Anhörungen zur politischen Untersuchung zu den Versäumnissen vor dem 7. Oktober beginnen

von Sabine Brandes  19.01.2026

Verhandlungen

Eltern der letzten Geisel fordern Ultimatum an Hamas

Die Angehörigen fürchten, dass Ran Gvili, der getötete israelische Polizist, in Phase zwei »in Gaza zurückgelassen« wird

von Sabine Brandes  18.01.2026

Trauer

»Verzeih, dass ich dich in eine grausame Welt brachte«

Kfir Bibas, das rothaarige Baby, das von palästinensischen Terroristen entführt und in Gaza ermordet wurde, wäre am Sonntag drei Jahre alt geworden

von Sabine Brandes  18.01.2026

Geiseln

»Die Liebe hat gesiegt«

Die Israelis wählen »Habaita« zum Wort des Jahres. Es enthält ein Versprechen: zurück »nach Hause«. Dort geht für die Entführten das Leben weiter. Zwei Paare, die der Terror trennte, haben sich nun verlobt

von Sabine Brandes  18.01.2026

Nahost

Israel verärgert wegen personeller Besetzung von Gaza-Gremium

Ranghoher US-Beamter reagiert auf Kritik Netanjahus: »Das ist unsere Show, nicht seine Show.«

 18.01.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

 16.01.2026