Israel

Fünf Morde bei Bandenmassaker in arabischer Gemeinde

Die israelische Polizei ermittelt (Symbolfoto). Foto: imago

Mindestens fünf Menschen sind am Donnerstag durch Schüsse in einer Autowaschanlage in der Nähe der Stadt Nazareth im Norden Israels getötet worden. Die Polizei geht von einem kriminellen Hintergrund aus. Der Vorfall in der arabischen Ortschaft Jafia sei der schlimmste dieser Art seit 2009, schrieb die israelische Nachrichtenseite ynet. In der Nähe des Tatorts sei ein brennendes Fahrzeug gefunden worden. 

Bei einem weiteren gewaltsamen Vorfall wurden am Donnerstag in der arabischen Ortschaft Kafr Kanna - ebenfalls nahe Nazareth - ein dreijähriges Mädchen und ein 30-jähriger Mann durch Schüsse auf ein Geschäft schwer verletzt. 

Seit Jahresbeginn sind nach Medienberichten durch Gewalt im arabischen Sektor Israels fast 100 Menschen getötet worden. Der Polizei wird vorgeworfen, sie gehe nicht entschlossen genug gegen die Gewaltwelle vor.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte zu dem Vorfall in der Waschanlage: »Ich bin erschüttert von dem schrecklichen Mord nahe Nazareth. Wir sind entschlossen, diese Mordserie zu stoppen.« Mit diesem Ziel solle im Kampf gegen Verbrecherbanden auch vermehrt der Inlandsgeheimdienst Schin Bet eingesetzt werden. 

Die arabische Minderheit macht in Israel rund 20 Prozent der knapp zehn Millionen Einwohner aus. dpa

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026

Faktencheck

Gerüchte über Netanjahus Tod werden unbelegt verbreitet

Im Iran-Krieg wird immer wieder behauptet, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sei tot. Aktuelle Videos von ihm sollen KI-generiert sein. Doch dafür gibt es keinen Beleg

 31.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  31.03.2026

Meinung

Nein, und nochmals nein!

Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums

von Esther Schapira  31.03.2026

Libanon

Zerstörung von Grenzdörfern soll Bedrohung durch Terror beenden

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt drastische Maßnahmen im Süden des nördlichen Nachbarlandes an. Von dort aus erfolgen seit Jahren Angriffe der Hisbollah

 31.03.2026

Israel

Übergriff, Löwen, Haushalt

Kurznachrichten

von Sabine Brandes  31.03.2026

Knesset-Beschluss

Reaktionen auf das Gesetz zur Todesstrafe

Rechte israelische Politiker feiern und die USA respektieren die Entscheidung. Scharfe Kritik kommt von Teilen der Opposition in Jerusalem und aus Europa

 31.03.2026

Israel

»Hoffentlich der letzte Krieg«

Der militärische Konflikt mit dem Iran dauert an. Wir haben nachgefragt, wie Israelis diese schwierige Zeit zu Pessach erleben

von Sabine Brandes  31.03.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026