Tel Aviv

Festnahme eines Hamas-Funktionärs verschaffte Israel entscheidende Informationen über Terrorziele

Hamas-Terroristen in Gaza Foto: picture alliance / Middle East Images

Die Festnahme eines hochrangigen Hamas-Sicherheitsfunktionärs im Gazastreifen hat Israel offenbar wertvolle Erkenntnisse über die Terrororganisation verschafft. Nach Informationen der »Jerusalem Post« half das gewonnene Material dabei, führende Hamas-Kommandeure aufzuspüren sowie Informationen über Waffen und Finanzmittel der Terrororganisation zu erlangen.

Im Mittelpunkt steht Mu’in al-Arabid, einer der ranghöchsten Verantwortlichen des internen Sicherheitsapparats der Hamas. Er wurde am 2. September von israelischen Sicherheitskräften gemeinsam mit anderen palästinensischen Terroristen im Gazastreifen gefangen genommen. An der Operation waren die Streitkräfte (IDF) und der Inlandsgeheimdienst Shin Bet beteiligt.

Seit seiner Festnahme sind drei der fünf Hamas-Brigadekommandeure getötet worden. Zuletzt bestätigten IDF und Shin Bet am Dienstag die Tötung von Izz al-Din al-Bik, dem Kommandeur der Hamas-Brigade im Norden des Gazastreifens. Er wurde bei einem nächtlichen israelischen Einsatz in Gaza-Stadt getötet.

Befehle für Angriffe

Al-Bik hatte den Posten seit der Tötung seines Vorgängers Ahmed Randur im November 2023 inne. Nach Angaben der IDF und des Shin Bet war er für die Führung der Brigade und die Aktivitäten ihrer Kämpfer verantwortlich. Dazu gehörte auch die Erteilung von Befehlen für Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten.

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Darüber hinaus habe al-Bik daran gearbeitet, die militärischen Fähigkeiten der Brigade wiederherzustellen. Diese waren nach fast drei Jahren Krieg erheblich geschwächt worden, teilte die israelische Armee mit.

Verteidigungsminister Israel Katz gab die Tötung al-Biks bereits kurz vor der gemeinsamen Mitteilung von IDF und Shin Bet bekannt. Damit wurden seit dem 11. September drei Hamas-Brigadekommandeure bei israelischen Operationen getötet.

Wichtige Führungspersönlichkeit

Zu den zuvor getöteten Kommandeuren gehört Muhammad Yazouri. Er war für die Hamas-Brigade in Chan Junis verantwortlich und wurde Mitte September im Raum Chan Junis von IDF und Shin Bet getötet. Yazouri hatte innerhalb der Brigade verschiedene Führungspositionen bekleidet, darunter die des stellvertretenden Kommandeurs. Er war nach der Tötung von Rafa Salame zum Brigadekommandeur aufgestiegen.

Ebenfalls im September meldeten IDF und Shin Bet den Angriff auf Nayal Abu Obeid, den Kommandeur der Hamas-Brigade in Rafah. Er hatte zuvor als stellvertretender Brigadekommandeur sowie als Kommandeur der Bataillone Tel al-Sultan und Yibna gedient. Abu Obeid hatte die Führung der Rafah-Brigade nach der Tötung von Mohammad Shabanah übernommen. Shabanah war im Mai 2025 bei einem israelischen Militäreinsatz getötet worden.

Nach Angaben der israelischen Armee gehörte Abu Obeid zu den wichtigen Führungspersönlichkeiten der Hamas. Die zeitliche Abfolge der jüngsten Operationen und die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse aus der Festnahme al-Arabids stehen damit im Zusammenhang mit einer Serie von Schlägen gegen die militärische Führung der Terrororganisation. im

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