Terror

Ferienparadies unter Beschuss

Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Foto: Flash 90

Zwei Raketen des Typs Grad sind am Mittwochmorgen in der israelischen Stadt Eilat eingeschlagen. Eines der Geschosse landete in einem Wohngebiet, das andere auf einem Feld. Es entstand lediglich leichter Sachschaden, verletzt wurde niemand. Alarmsysteme schrillten und forderten die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Das Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel«, das vor zwei Wochen in Eilat stationiert worden war, hatte die Raketen nicht abgeschossen, da es noch nicht im Einsatz war. Die israelische Armee geht davon aus, dass der Terroranschlag auf das Konto von Islamisten im benachbarten Sinai geht. Zunächst bestritten die Behörden jenseits der Grenze, dass von ägyptischem Boden aus abgefeuert wurde. Kurze Zeit darauf jedoch untersuchten Soldaten der Armee des Nachbarlandes die Gegend auf Spuren.

Sicherheit Kurzzeitig wurde am Morgen sogar der Flughafen von Eilat geschlossen, Maschinen in andere Städte umgeleitet. Mittlerweile ist er jedoch wieder geöffnet. Touristen in den Hotels wurden in Sicherheitsräume geleitet, ebenso Schul- und Kindergartenkinder. Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Bürgermeister Meir Yitzhak Halevi erklärte, dass er hoffe, diese »schwierige Episode« sei vorbei.

Premierminister Benjamin Netanjahu befindet sich derzeit in London zur Beerdigung der einstigen Premierministerin Englands, Margaret Thatcher. Energieminister Silvan Schalom erklärte für die Regierung: »Noch gestern haben wir den Unabhängigkeitstag unseres Staates gefeiert, doch schon heute sind wir schmerzhaft in die Realität zurückgeschickt worden, in der wir leben.«

Geiseln

»Wie bitte - es gab keine Dringlichkeit?«

Ehemalige Verschleppte und Angehörige fordern den Rücktritt des Koordinators Gal Hirsch nach Interviews zu Befreiungskundgebungen

von Sabine Brandes  02.02.2026

Gaza

Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Der Übergang ist das Nadelöhr für all diejenigen, die das Kriegsgebiet verlassen wollen. Jetzt sollen einige Palästinenser nach Prüfung durch Israels Geheimdienst wieder aus- und einreisen können

 02.02.2026

Militärübung

Israelische Armee probt für Angriff des Iran

Nördlich von Gaza trainierten Soldaten die Rettung von Verschütteten aus einem künstlich angelegten Trümmerfeld, das einem zerstörten Wohngebiet nachempfunden ist

 02.02.2026

New York/Tel Aviv/Gaza

Bericht: Bekannter Arzt aus Gaza soll Hamas-Oberst sein

Hussam Abu Safyia ist nicht nicht nur Mediziner und Krankenhaus-Chef, sondern ein ranghohes Hamas-Mitglied

 02.02.2026

Nahost

Israel rechnet diese Woche eher nicht mit US-Schlag gegen Iran

in Jerusalem wird Berichten zufolge eher von einem Zeitfenster von Wochen als von Tagen ausgegangen

 02.02.2026

Gesellschaft

Jüdisch-arabische Allianz als »Wendepunkt«

Bei der Großdemonstration gegen Gewalt und staatliches Versagen gingen am Samstag rund 40.000 Menschen in Tel Aviv auf die Straßen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Nahost

Aus dem Leben eines Mossad-Spions im Iran

»Arash« googelte den israelischen Geheimdienst und wurde angeheuert. Kurz vor Beginn des Zwölf-Tage-Krieges wurde er ins Land geschleust

von Sabine Brandes  01.02.2026

Jerusalem

Tote Babys in illegaler Kita

In einer charedischen Kindertagesstätte starben zwei Kinder, mehr als 50 wurden verletzt. Wegen der angeordneten Autopsie kam es zu Ausschreitungen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026