Terror

Ferienparadies unter Beschuss

Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Foto: Flash 90

Zwei Raketen des Typs Grad sind am Mittwochmorgen in der israelischen Stadt Eilat eingeschlagen. Eines der Geschosse landete in einem Wohngebiet, das andere auf einem Feld. Es entstand lediglich leichter Sachschaden, verletzt wurde niemand. Alarmsysteme schrillten und forderten die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Das Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel«, das vor zwei Wochen in Eilat stationiert worden war, hatte die Raketen nicht abgeschossen, da es noch nicht im Einsatz war. Die israelische Armee geht davon aus, dass der Terroranschlag auf das Konto von Islamisten im benachbarten Sinai geht. Zunächst bestritten die Behörden jenseits der Grenze, dass von ägyptischem Boden aus abgefeuert wurde. Kurze Zeit darauf jedoch untersuchten Soldaten der Armee des Nachbarlandes die Gegend auf Spuren.

Sicherheit Kurzzeitig wurde am Morgen sogar der Flughafen von Eilat geschlossen, Maschinen in andere Städte umgeleitet. Mittlerweile ist er jedoch wieder geöffnet. Touristen in den Hotels wurden in Sicherheitsräume geleitet, ebenso Schul- und Kindergartenkinder. Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Bürgermeister Meir Yitzhak Halevi erklärte, dass er hoffe, diese »schwierige Episode« sei vorbei.

Premierminister Benjamin Netanjahu befindet sich derzeit in London zur Beerdigung der einstigen Premierministerin Englands, Margaret Thatcher. Energieminister Silvan Schalom erklärte für die Regierung: »Noch gestern haben wir den Unabhängigkeitstag unseres Staates gefeiert, doch schon heute sind wir schmerzhaft in die Realität zurückgeschickt worden, in der wir leben.«

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026

Fußball

»Ich weiß, wer Weltmeister wird«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel berichtet von sexuellem Missbrauch durch Hamas-Terroristen

In einem Gespräch mit Israels First Lady Michal Herzog schildert der junge Israeli mehrere Übergriffe

 19.06.2026

Umfrage

Mehrheit der Israelis misstraut Trump bei Iran-Abkommen

Was denken Bürger über die Wahrung der Interessen des jüdischen Staates durch den amerikanischen Präsidenten? Wie sehen sie Ministerpräsident Netanjahus Rolle in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt?

 19.06.2026

Berlin

Merz lehnt Apartheid-Vergleich entschieden ab

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Israel mit einem Apartheid-System verglichen. Merz widerspricht sehr deutlich

 18.06.2026