Gazablockade

»Estelle« geentert

Die »Estelle« wurde in den Hafen von Aschdod umgeleitet. Foto: Flash 90

Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Armeeaktion vom Samstag gelobt, bei der die unter finnischer Flagge fahrende »Estelle« im Mittelmeer gestoppt und in den Hafen von Aschdod geleitet wurde. Er betonte, dass es den Aktivisten um Provokation und Verleumdung Israels gehe. »Wenn sie wirklich Interesse an Hilfe hätten, wären sie nach Syrien gesegelt«, so der Regierungschef weiter.

30 Menschen befanden sich an Bord des Schiffes, das mit Kurs auf Gaza die israelische Seeblockade brechen wollte. Unter den Aktivisten sind drei propalästinensische Israelis, einer von ihnen Jonathan Schapiro. Der ehemalige Pilot der Luftwaffe war bereits mehrmals durch Aktionen im In- und Ausland aufgefallen. Außerdem befanden sich fünf Parlamentsmitglieder aus Schweden, Norwegen, Spanien und Griechenland auf dem Schiff.

Zement Nachdem sich die Besatzung auch nach Aufforderungen der IDF geweigert hatte, abzudrehen, gingen Soldaten an Bord. Ein Armeesprecher erklärte, niemand sei bei der Übernahme verletzt worden, das Entern des Schiffes sei völlig gewaltlos verlaufen. Zudem gab das Militär an, dass sich an Bord keine Hilfsgüter befunden hätten. Die Initiatoren aus Stockholm betonen indes, es seien Zement, Spielzeug, Bücher und medizinisches Gerät geladen gewesen.

Außerdem behaupten einige der Aktivisten, die Soldaten hätten bei der Übernahme des Schiffes Elektroschockpistolen verwendet. Allerdings sei niemand ernsthaft verletzt worden. Die drei Israelis befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  04.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Ramallah

Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz

Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen

 01.04.2026

Wahlkampf in Israel

Opposition stellt Netanjahus Kriegsbilanz infrage

Der Ministerpräsident sei »nicht in der Lage, eine strategische Lösung zu erreichen«, sagt Oppositionsführer Jair Lapid

 01.04.2026

Nahost

11-jähriges Mädchen bei iranischem Streubombenangriff schwer verletzt

Die Lage im Überblick

 01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026