Corona

Erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Israelis mit Masken zum Schutz vor dem Coronavirus. Foto: Flash90

Israelis sollen wieder Masken tragen. Besonders in Hinblick auf die anstehenden hohen Feiertage rät das Gesundheitsministerium, Mund und Nasenschutz wieder aufzusetzen. Die Empfehlung gilt für gefährdete Bevölkerungsgruppen und generell für alle Personen, die sich an überfüllten Orten aufhalten.

SYMPTOME »Jeder, der das Infektionsrisiko verringern möchte oder sich an geschlossenen Orten mit vielen Menschen aufhält, sollte eine Schutzmaske tragen«, hieß es am Mittwoch aus Jerusalem. Personen, die Covid-Symptome entwickeln, sollen sich isolieren, bis die Symptome verschwinden. Wenn sie das Haus verlassen müssen, sollten sie zumindest eine Maske tragen, so das Ministerium. Personen, die den Verdacht haben, erkrankt zu sein, werden aufgefordert, einen Schnelltest machen.

Der Anstieg der Zahl der mit COVID-19 ins Krankenhaus eingelieferten Israelis sei derzeit »moderat«, hieß es. Doch es gebe sowohl in Israel als auch weltweit »mehrere Varianten des Coronavirus, die Krankheiten verursachen«.

Allerdings lägen dem Ministerium derzeit keine genauen Informationen über die exakte Verbreitung des Virus im Land vor, da die meisten tatsächlichen Fälle nicht gemeldet würden.

»Jeder, der das Infektionsrisiko verringern möchte oder sich an geschlossenen Orten mit vielen Menschen aufhält, sollte Mund- und Nasenschutz tragen.«

gesundheitsministerium jerusalem

Basierend auf den unvollständigen Daten sind derzeit 1093 Infektionen bestätigt. Aber die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich um ein Vielfaches höher. Es gibt 282 Krankenhauspatienten mit Corona, darunter 47 Schwerkranke. Von Letzteren befinden sich sieben in einem kritischen Zustand, elf Patienten müssen künstlich beatmet werden.

Am vergangenen Montag hatte das Ministerium bereits die Krankenhäuser im ganzen Land angewiesen, bei allen Neuaufnahmen in den Hospitälern PCR-Tests durchzuführen, um die Inzidenz des Virus genauer beurteilen zu können. Der Anstieg der Infektionszahlen wird auf mehrere Varianten zurückgeführt, darunter BA.2.86, XBB und EG51.

SYNAGOGEN Während der Hohen Feiertage, die an diesem Freitagabend mit Erev Rosch Haschana beginnen, kommen in Israel viele Menschen zu Massenversammlungen in Synagogen zusammen und treffen sich mit ihren Großfamilien zum gemeinsamen Feiern.

Auch in den USA, Europa und Asien nehmen die Covid-Infektionen und Krankenhauseinweisungen zu, liegen jedoch deutlich unter den Höchstwerten während der Pandemie. Israel gehört bislang zu einem der sechs Länder, in denen die Corona-Mutation BA.2.86 entdeckt wurde.

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 16.04.2026

Gaza

Hamas bestätigt direkte Gespräche mit US-Vertreter

Erstmals seit der Waffenruhe sprechen Vertreter der Hamas und ein US-Berater direkt miteinander – doch die Fronten bleiben erwartungsgemäß verhärtet. Was fordert die palästinensische Terrororganisation, und was sind Israels Bedingungen?

 16.04.2026

Israel

Willkommen im Wahlkampf

Naftali Bennett und Gadi Eizenkot holen in Umfragen auf

von Sabine Brandes  16.04.2026

Jerusalem

Netanjahu: Israel auf mögliche Fortsetzung des Iran-Krieges vorbereitet

»Wir wollen, dass das angereicherte Material des Iran entfernt wird, und wir wollen die Beseitigung seiner Anreicherungskapazitäten im Iran«, sagt der Ministerpräsident

 16.04.2026

Jerusalem

Israelisches Sicherheitskabinett berät Feuerpause im Libanon

Hintergrund der Bemühungen sind Signale aus Washington, wonach die US-Regierung einen Waffenstillstand begrüßen würde

 16.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

Nahost

Iran droht USA mit Angriffen

Die USA blockieren Schiffe mit Ziel iranischer Häfen. Teheran droht mit Konsequenzen für die fragile Waffenruhe

 15.04.2026

Streit

Israel wirft Südkoreas Präsidenten vor, Massaker an Juden zu verharmlosen

Lee Jae-Myung zog einen Vergleich zwischen einem angeblichen Vorgehen Israels gegen palästinensische Kinder und dem Holocaust. Das Jerusalemer Außenministerium bezeichnet dies als »inakzeptabel«

 15.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  15.04.2026