Kiel

»Ergebnis enger Zusammenarbeit«

Die Schiffe der SA’AR 6-Klasse sollen für die kommenden 30 Jahre das Rückgrat der israelischen Marine bilden. Foto: IDF Spokesperson

Israel hat die zweite von vier Korvetten für seine Marine in Kiel übernommen. Das von Thyssenkrupp Marine Systems gebaute Schiff wurde von der Ehefrau des israelischen Botschafters in Deutschland, Jeremy Issacharoff, Laura Kam, auf den Namen »INS Oz« (Oz hebräisch: Mut) getauft, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die vier Schiffe der SA’AR 6-Klasse sollen für die kommenden 30 Jahre das Rückgrat der israelischen Marine bilden. Den Vertrag über die Lieferung der etwa 90 Meter langen und 13 Meter breiten Korvetten hatten Israel und die Hersteller im Mai 2015 unterzeichnet. Baustart für das erste Schiff war im Februar 2018. Im Mai 2019 erhielt die »INS Magen« in Kiel ihren Namen und wurde im November 2020 übergeben.

baureihe Die beiden weiteren Schiffe der Baureihe sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Die israelische Marine stattet die Korvetten selbst mit Radar- und Waffensystemen aus. Die Lieferungen zwei weiterer Schiffe unter den Namen »Atzmaut« (Unabhängigkeit) und »Nitzahon« (Sieg) stehen noch aus.

Botschafter Jeremy Issacharoff sagte zur Übergabe in Kiel: »Diese Korvette ist eine einzigartige Synthese aus deutscher und israelischer Technologie und Ergebnis enger Zusammenarbeit, die erforderlich ist, um ein solch beeindruckendes Schiff zu bauen. Für mich symbolisiert das Schiff israelisch-deutsche Zusammenarbeit in ihrer besten Form.«

Die Korvetten werden einen integralen Bestandteil der israelischen Seeverteidigung der IDF bilden und eine zentrale Säule im Bemühen um den Schutz der israelischen Gasbohrinseln und -felder im östlichen Mittelmeer sein. ja/dpa

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein…«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026