Ökologie

Eine Landschaft, drei Vorschläge

Luftaufnahme vom Toten Meer Foto: NASA

Das Tourismusministerium plant ein Hilfspaket der besonderen Art. Seit Jahren bereits sinkt der Pegel des Toten Meeres dramatisch schnell. Wird nicht bald etwas getan, könnte bereits in nicht allzu ferner Zukunft statt des Sees nur noch eine Salzwüste die karge Gegend dominieren. So weit will Stas Misezhnikov es offenbar nicht kommen lassen.

Um das Projekt Totes Meer voranzutreiben, lädt der Tourismusminister jetzt auch die Öffentlichkeit ein, über die Art und Weise der Rettung mitzuentscheiden. Zur Debatte stehen eine Wüstenlandschaft mit über eine große Fläche verteilten Bauten, die das Landschaftsbild nur wenig stören sollen; eine Strandgegend mit »vielen Besonderheiten«, wie Hotels und einer Wellness‐Oase direkt am Wasser, zugänglichen Stränden und einer »außergewöhnlichen Wasser‐Erlebniswelt«.

Zentrum Ein weiterer Vorschlag, den Umweltschützer bereits heute kritisieren, ist ein Zentrum für Handel und Erholung, erläuterte das Ministerium in einer Presseerklärung, »in dem es zwischen den Hotels viele Möglichkeiten zum Einkaufen und Urlaubmachen gibt«.

»Das Ministerium lädt die israelische Öffentlichkeit ein, das zukünftige Image der Tourismusregion Totes Meer mit zu beeinflussen«, sagte Misezhnikov auf der jährlichen internationalen Messe der Branche in Israel. Abgestimmt werden kann auf der Website des Ministeriums. Erst in der Woche zuvor hatte das Kabinett seine Zustimmung zu einer Finanzspritze in Höhe von umgerechnet mehr als 166 Millionen Euro für die Rehabilitation des Naturwunders gegeben.

Um das Projekt mit künstlerischem Know‐how zu beleben, engagierte der Minister den heimischen Star‐Architekten Mosche Safdie. Der soll das gewählte Design schließlich professionell in die Realität umsetzen.

Abgestimmt werden kann ab sofort bis einschließlich 1. April 2012 auf der Seite www.tourism.gov.il.

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