Im Norden Israels ist bei der Explosion eines mutmaßlichen Blindgängers der Hisbollah israelischen Medien zufolge eine Person ums Leben gekommen. 24 Menschen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom am Nachmittag mit. Acht Menschen mussten demnach direkt vor Ort mit schweren und mittelschweren Verletzungen behandelt werden.
Israelische Medien meldeten unter Berufung auf den Rettungsdienst, eine Person sei schließlich für tot erklärt worden. Dabei soll es sich um einen Jugendlichen handeln. Insgesamt seien 24 Menschen bei dem Vorfall nahe der libanesischen Grenze verletzt worden.
Berichte: Opfer sind Schüler und Lehrer
Mehrere israelische Medien berichteten, es handle sich bei den Opfern um Schüler und Lehrer, die in der Gegend gewandert seien.
Israels Armee sagte am späten Nachmittag, eine erste Untersuchung deute darauf hin, dass die Explosion wahrscheinlich durch nicht detonierte Streumunition der Hisbollah verursacht wurde. Der Vorfall werde weiter untersucht. Davor hatte es aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geheißen, dass man eine Lagebesprechung zu dem Vorfall abhalte.
Die Hisbollah-Miliz hatte einen Tag nach dem Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 damit begonnen, vom Südlibanon unter anderem Raketen vor allem auf Nordisrael zu feuern. Die Führung der Hisbollah begründete den Beschuss als Unterstützung für die Hamas. Das israelische Militär reagierte mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Nachbarland. Trotz eigentlich geltender Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah dauert der Konflikt an. dpa/ja