Fussball

Drei Tore, Riesenstimmung

Hoch konzentriert: DFB-Trainer Rainer Adrion vor der U-21-EM in Israel Foto: dpa

Ein knapper 2:1-Sieg für die deutsche Auswahl über Israel. Das ist das Ergebnis des Fußballtestspiels der U-21-Junioren am Sonntagabend in Tel Aviv. Vor der bemerkenswert großen Kulisse von 10.000 Zuschauern, zudem in Deutschland live von Eurosport übertragen, absolvierten beide Teams ihren letzten großen Test vor der U-21-Europameisterschaft, die im Juni in Israel stattfindet.

Es war ein vielversprechender Test. Die deutsche Elf machte anfangs mehr Druck und kam in den ersten 20 Minuten gleich zu zwei hochkarätigen Chancen durch Sebastian Jung (Eintracht Frankfurt) und Peniel Mlapa (Borussia Mönchengladbach) . Doch den ersten Ball im Netz versenkten die Israelis – allerdings stand Munas Dabbur (Maccabi Tel Aviv) knapp im Abseits, als er durch Kopf traf.

elfmeter Ein Handelfmeter, den Lewis Holtby (Tottenham Hotspur) freilich erst im Nachschuss und unter Inkaufnahme einer Platzwunde verwandeln konnte, sorgte in der 36. Minute für die 1:0-Führung der DFB-Elf.

Kurz vor der Pause traf für Israel Eyal Golosa (Maccabi Haifa, bald bei Lazio Rom), wunderbar freigespielt, aus 16 Metern (45. Minute). In der zweiten Halbzeit ging es beinah als Schlagabtausch weiter. Vor allem die DFB-Elf baute ein Überzahlspiel auf und machte Druck. Israel konnte immer wieder zu Kontern kommen.

Das ging so lange, bis sich beide Trainer dazu entschlossen, durch Ein- und Auswechslungen möglichst vielen Spieler ihrer Kader internationale Erfahrung zu gönnen. Da kam der Siegtreffer durch den Hoffenheimer Kevin Volland (90+2. Minute) eher zufällig, wenngleich nicht ganz unverdient zustande.

Lob Lewis Holtby, Kapitän der DFB-Elf, blieb nach dem Sieg unzufrieden: »Unser Spiel hatte zu viele Unkonzentriertheiten, wir haben es dem Gegner durch Fehlpässe häufig zu einfach gemacht.« Patrick Hermann (Borussia Mönchengladbach) hingegen, der das 2:1 vorbereitet hatte und am Dienstag erstmals bei Joachim Löw in der A-Nationalmannschaft spielen wird, lobte den Gegner: »Die Israelis haben uns heute das Spielen schwer gemacht.«

Auf die EM im Juni sind jedenfalls sowohl die deutsche als auch die israelische Nationalmannschaft gut vorbereitet. »Die EM wird ein tolles Erlebnis«, weiß Lewis Holtby, der auch die Israelreise als »etwas Besonderes« lobte. Der Ex-Schalker weiß aber auch: »Bei der EM kommen noch andere Kaliber auf uns zu. Da müssen wir einfach erwachsener spielen.« ja

Kommentar

Empathie für alle?

Dunja Hayali hat zu mehr Mitgefühl mit Betroffenen von Kriegen aufgerufen. Zurecht. Was in den deutschen Medien jedoch kaum vorkommt: das Leid der Israelis, die unter dem ständigen Beschuss der Hisbollah stehen

von Jenny Havemann  10.04.2026

Jerusalem

Israeli soll für Iran Anschlag auf Naftali Bennett geplant haben

Ein 22-jähriger Israeli soll für den iranischen Geheimdienst einen Anschlag auf Ex-Premier Naftali Bennett geplant und Sprengstoff hergestellt haben. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Verdächtige

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Iran-Krieg

Israel vermeldet insgesamt 31 Kriegstote und 7500 Verletzte

Nach der Waffenruhe zieht Israel eine erste Bilanz des Krieges mit dem Iran – die IDF spricht von einer erfolgreichen Kampagne

 10.04.2026

Iran-Krieg

Hält die Waffenruhe?

In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. Doch vorab gibt es bereits Streit über wichtige Punkte

 10.04.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026