Terror

Drei Israelis in Istanbul getötet

Am Sonntagmorgen wurden die Leichen der drei Getöteten nach Israel überführt. Foto: dpa

Am Sonntagmorgen war es traurige Gewissheit. Drei israelische Touristen sind bei dem Anschlag im Herzen des Zentrums von Istanbul am Tag zuvor getötet worden. Elf weitere wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Die Opfer waren mit einer Reisegruppe in der Türkei unterwegs, um die lokale Küche kennenzulernen.

Bei den Getöteten handelt es sich um Avraham Goldman (70), Simcha Dimri (60) und Jonathan Suher. Suher feierte auf der Reise seinen 40. Geburtstag gemeinsam mit seiner Ehefrau, die bei den Anschlägen verletzt wurde. Das Ehepaar aus Tel Aviv hat zwei Kinder. Suher und Goldman sind auch amerikanische Staatsangehörige. Dimri ist eine Kindergärtnerin aus der südlichen Stadt Dimona.

reisewarnung Insgesamt wurden 36 Menschen verletzt, darunter zwölf Ausländer. Der vierte Getötete war iranischer Staatsbürger. Jerusalem riet Israelis am Sonntag von Reisen in die Türkei ab. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass man mit türkischen Behörden in Kontakt sei, um zu klären, ob das Attentat direkt gegen Israelis gerichtet war. Man gehe davon aus, dass es sich um eine Attacke der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) handele. Bestätigt sei dies jedoch noch nicht. Der türkische Außenminister sandte Netanjahu sein Beileid.

Naama Peled war Mitglied der 14-köpfigen Reisegruppe. Sie berichtete der Nachrichtenagentur Walla von dem Moment, in dem sie den Terroristen wahrgenommen hatte: »Wir saßen in einem Restaurant, als er reinkam und sich mitten unter uns in die Luft sprengte«. Sie wisse noch immer nicht, was mit den anderen passiert sei, daher sei es sehr schwer für sie zu sprechen. Peled wurde leicht verletzt.

rettungskräfte Am Sonntag waren drei Militärmaschinen in Israel gelandet, an Bord fünf der Verwundeten. Sie wurden in die Krankenhäuser Scheba und Sourasky zur Behandlung gebracht. In den nächsten Stunden werden die weiteren Verletzten erwartet, die derzeit von Vertretern der israelischen Rettungskräfte Magen David Adom in türkischen Krankenhäusern betreut werden.

Der jüngste Anschlag in der Türkei ist einer in einer Serie von Attacken, die nach Angaben der türkischen Regierung teils auf das Konto der kurdischen PKK gehen. Erst vor sieben Tagen hatte sich ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in Ankara in die Luft gesprengt. Dabei starben 37 Menschen, 125 wurden verletzt.

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Verteidigung

Israelisches Startup will »Iron Dome gegen Drohnenschwärme« bauen

Israel hat einen hochmodernen Schutz gegen Raketen, doch Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert.

 10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026