Israel

Diskriminierungsklagen gegen drei Busunternehmen

Foto: Copyright (c) Flash 90 2016

Gegen drei israelische Busunternehmen ist in der jüngsten Zeit Klage wegen Diskriminierung von Frauen eingereicht worden.

Die aktuellste Klage stammt laut einem Bericht der Zeitung »Times of Israel« (Montag) von einem 14-jährigen Mädchen in Haifa, das angab, aufgrund ihrer Kleidung von einem Fahrer des Busunternehmens Egged belästigt und diskriminiert worden zu sein. Sie fordert demnach umgerechnet 65.500 Euro.

Das Mädchen sei beim Einsteigen einer Stadtbuslinie in Haifa aufgefordert worden, sich zu bedecken. Sie trug demnach kurze Hosen und ein trägerloses Oberteil über einem Badeanzug. Egged erklärte, der Vorfall werde untersucht.

Nur für Männer Zuvor hatte eine 21-Jährige aus Aschdod Klage gegen das Busunternehmen Electra-Afikim eingereicht, nachdem ihr das Einsteigen in einen Bus mit der Begründung untersagt worden war, dieser Bus sei nur für Männer.

Eine andere Familie reichte Klage gegen das Busunternehmen Nateev Express ein, nachdem weibliche Familienangehörige von einem Fahrer des Unternehmens aufgefordert worden waren, sich auf der Linie Aschdod - Safed in den hinteren Teil des Busses zu setzen. Das Unternehmen teilte unterdessen laut Bericht mit, der Fahrer sei suspendiert worden.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Zwischenfälle in der vergangenen Woche verurteilt und eine Bestrafung für Diskriminierung von Fahrgästen im öffentlichen Verkehr gefordert.

Israel sei »ein freies Land, in dem niemand die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel einschränkt und niemand vorschreibt, wo er oder sie zu sitzen hat«. Auch Verkehrsministerin Miri Regev (Likud) forderte eine strenge Ahndung von Diskriminierungen. kna

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Jerusalem Post

Neue Rangliste: 109 jüdische Influencer teilen sich 50 Plätze

Zwei Altbekannte schaffen es in 2026 an die Spitze der alljährlich im September veröffentlichten Rangliste

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026

Luftfahrt

SAS streicht geplante Direktflüge zwischen Kopenhagen und Tel Aviv

Welche Begründung liefert die skandinawische Fluglinie für ihren Kurswechsel?

 18.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  18.09.2026

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Kanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 18.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026