Nahost

Diplomatische Beziehungen zu Saudi-Arabien?

Israels Präsident Isaac Herzog Foto: Flash90

Israels Präsident Isaac Herzog hat sich für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Saudi-Arabien ausgesprochen. »Die Saudis müssen sich der Familie der Abraham-Abkommen anschließen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, in Zukunft zu einem offenen Treffen nach Saudi-Arabien zu kommen«, sagte Herzog der Zeitung »Israel Hajom« (Montag). Die Aufnahme von Beziehungen hänge allerdings auch von »internen Entwicklungen« in Saudi-Arabien und den Beziehungen des Königreichs mit den USA ab.

Marokko Im September 2020 hatte Israel entsprechende Vereinbarungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mit Bahrain geschlossen. Die »Abraham-Abkommen« wurden von den USA vermittelt. Auch Marokko und der Sudan entschieden sich dann für eine Normalisierung ihrer Beziehungen zu Israel. Zuvor unterhielten mit Ägypten und Jordanien nur zwei arabische Staaten diplomatische Beziehungen zu dem Land.

Saudi-Arabien ist wie Israel ein Verbündeter der USA. Offiziell haben die Saudis keine diplomatischen Beziehungen zu Israel, hinter den Kulissen soll es aber Kontakte geben. Kampfjets beider Länder nahmen gemeinsam an Patrouillenflügen unter Führung des US-Militärs teil. Israel und Saudi-Arabien verbindet zudem eine Feindschaft zum Iran.

Eine mögliche Normalisierung der Beziehungen war schon mehrfach Thema. Der saudische Außenminister Faisal bin Farhan al-Saud sagte vergangenes Jahr, eine Normalisierung könne der Region »enorme Vorteile« verschaffen - wirtschaftlich, sozial und mit Blick auf Sicherheitsfragen. Voraussetzung sei jedoch ein Palästinenserstaat auf Grundlage der Grenzen von 1967. dpa

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Herzliya

Israelische Studie: Sexy Profilbilder können Dating-Erfolg mindern

Eine Untersuchung der Reichman University zeigt: Stark sexualisierte Fotos in Dating-Profilen erzeugen zwar Aufmerksamkeit, schmälern aber die Chancen auf eine ernsthafte Beziehung

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026