Technik

Wie diese Tel Aviver App Frauen mehr Sicherheit geben will

Per Knopfdruck können Anwenderinnen die App auf mehrere Arten nutzen. (Symbolfoto) Foto: imago

Die Stadt Tel Aviv hat eine neue App eingeführt, die Frauen und Mädchen mehr Sicherheit geben soll. »Safeup« basiert auf einem Netzwerk von Frauen in der israelischen Küstenstadt, darunter sind auch speziell geschulte »Wächterinnen«.

Einwohnerinnen können die App jederzeit einsetzen, wenn sie sich bedroht oder unsicher fühlen. »Die App wird Reaktionszeiten erheblich verkürzen und Frauen helfen - auch in Fällen, in denen man nicht die Polizei rufen muss«, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung der Tel Aviver Stadtverwaltung.

Per Knopfdruck können Anwenderinnen die App auf mehrere Arten nutzen: ein Telefongespräch mit einem anderen Mitglied in Situationen, in denen sie sich unwohl oder mulmig fühlen, etwa auf dem Heimweg im Dunkeln.

In echten Gefahrensituationen verbindet die App Frauen per Videogespräch mit drei anderen Frauen in einer Entfernung von bis zu 500 Metern. Diese entscheiden, ob sie die Polizei rufen oder selbst einschreiten. Die App kann den Standort der Frau außerdem mit einer Reihe von Kontaktpersonen teilen, die diese vorher ausgewählt hat.

Ähnliche Apps gibt es bereits in anderen Ländern, etwa »WayGuard« auch in Deutschland oder das von einer indischen Initiative gelaunchte Modell »Safecity«.

Das Ziel der Tel Aviver App sei es, »dass Einwohnerinnen sich frei und sicher fühlen, weil sie wissen, dass es immer andere Frauen gibt, die auf sie aufpassen und die im Notfall immer erreichbar sind«. dpa

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Jerusalem

Netanjahu sagt, Sicherheitschefs hätten ihn am 7. Oktober absichtlich nicht geweckt

Neu ist vor allem die Behauptung, die Sicherheitsführung habe ihn nicht lediglich aus einer Fehleinschätzung heraus nicht informiert, sondern sich bewusst dagegen entschieden

 03.09.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 03.09.2026

Umfrage

Umfrage: Netanjahu-Lager holt auf, beide Blöcke bei 53 Mandaten

Noch vor einer Woche hatte dieselbe Umfrage ein deutlich anderes Bild ergeben. Damals lag die Opposition mit 57 Sitzen vorn

 03.09.2026

Jerusalem

Katz: Israel ist bereit, die freiwillige Ausreise aus Gaza zu ermöglichen

Die Hintergründe

 03.09.2026

Tel Aviv

Nur jeder sechste Israeli fährt mit Bus oder Bahn zur Arbeit, andauernde Staus als Folge

Trotz Milliardeninvestitionen in den öffentlichen Nahverkehr wird dieser weniger genutzt als erhofft

 03.09.2026

Eklat

Yair Golan und Sara Netanjahu drohen einander mit Klage

Der Streit droht, vor Gericht zu landen. Der Parteivorsitzende der Demokraten weist die »Verräter«-Vorwürfe als haltlos zurück

von Sabine Brandes  02.09.2026

Wahlen

Paukenschlag

Zum ersten Mal steht ein jüdischer Politiker auf einer arabischen Liste: Der hochrangige Ex-Polizist Yoav Segalovitz kandidiert für die Partei Ra’am

von Sabine Brandes  02.09.2026

Militär

Der »Drache« ist unterwegs

Nach Jahren deutsch-israelischer Planung und Bauzeit hat das dritte U-Boot der Dolphin-Klasse die Kieler Werft verlassen und Kurs auf Israel genommen

von Sabine Brandes  02.09.2026