UNO

»Der Welt die Wahrheit sagen«

Am Donnerstag spricht Regierungschef Netanjahu vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Foto: Flash 90

Kurz vor seinem Abflug in die USA betonte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu seinen Willen, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. Netanjahu, der am Donnerstag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York sprechen wird, trifft sich während seiner Reise zudem mit US-Außenminister John Kerry.

Auf dem Rollfeld des Ben-Gurion-Flughafens gab der Premier einen kurzen Einblick in seine bevorstehende Rede. Neben der Betonung des Friedenswunsches wolle er auch darauf hinweisen, dass »leider die Palästinenser diejenigen sind, die dreiste Lügen über unsere Politik auf dem Tempelberg verbreiten. Wir sind dem Status quo verpflichtet«. Er wolle zudem die Lage auf den Golanhöhen und die Bedrohung durch die Kämpfe in Syrien an Israels nordöstlicher Grenze zum Thema machen.

nuklearabkommen Auch sein Steckenpferd »Iran« werde Bestandteil der Ansprache sein, ließ Netanjahu wissen. Er wolle erklären, wie sich die Israelis mit dem Nuklearabkommen zwischen den Westmächten und dem Iran fühlen und dass der Iran Grund für das Chaos in der Region sei. Wie bei seinen vorherigen Reden vor den Vereinten Nationen, so wolle er auch dieses Mal eine »visuelle Hilfe« benutzen. Was das sein werde, verriet er den mitreisenden Journalisten aber nicht.

»Jedes Mal, wenn ich vor den Vereinten Nationen spreche, bin ich mir des Privilegs bewusst, der Welt die Wahrheit zu sagen«, machte er klar. »Für das Wohl Israels.« Denn in der Realität des Nahen Ostens, wo der extremistische Islam eine Region nach der anderen übernehme, werde immer deutlicher, dass Israel eine Insel der Stabilität und des Fortschrittes ist.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas wird einen Tag zuvor vor der Vollversammlung sprechen. Er wolle seine Frustration über die eingefrorenen Friedensgespräche zum Ausdruck bringen, hieß es. Und er will angeblich sogar drohen, dass die Palästinenser einige der Abkommen mit Israel nicht mehr einhalten wollten, sollte es nicht zu einer baldigen Friedensvereinbarung kommen.

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