Israel

Corona-Ausschuss hebt Schließungen von Restaurants auf

Die Schließungen hatte die Regierung sie Ende vergangener Woche beschlossen. Foto: imago

Nach heftigen Protesten dürfen Restaurants in Israel weiter Gäste bewirten. Der Coronavirus-Ausschuss des israelischen Parlaments hat einen Schließungsbeschluss der Regierung aufgehoben. Die Mitglieder des Gremiums stimmten am Dienstag mehrheitlich dafür, den Lokalen ihren Betrieb unter Wahrung der Corona-Vorschriften wieder zu ermöglichen.

Die Schließungen waren erst am frühen Morgen in Kraft getreten, die Regierung hatte sie Ende vergangener Woche beschlossen. Restaurants hätten nur noch Essen zum Mitnehmen oder zur Lieferung nach Hause anbieten dürfen. Gastronomen hatten erklärt, sich nicht an die Maßgaben der Regierung zu halten.

Die israelische Regierung kann derzeit Notmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ohne vorherige Genehmigung des Parlaments umsetzen. Sie werden jedoch wieder aufgehoben, wenn das Parlament - die Knesset - sie nicht nachträglich binnen einer Woche billigt. Diese umstrittene Regelung hat sowohl bei Bürgern als auch bei Geschäftsleuten für Verwirrung gesorgt.

Der Coronavirus-Ausschuss hatte zuvor bereits Regierungsbeschlüsse zur Schließung von Schwimmbädern und Fitnessstudios aufgehoben. Die Vorsitzende des Gremiums gehört der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Der 70-Jährige hatte ihr bereits mit Absetzung gedroht.

Netanjahu wurde zu Beginn der Pandemie für sein Krisenmanagement gelobt. Nach Lockerungen und einem starken Anstieg der Infektionen steht er inzwischen aber stark in der Kritik. Die Arbeitslosenquote liegt bei 21 Prozent. In Tel Aviv demonstrierten am Dienstagmittag mehrere Hundert Menschen gegen die Regierungspolitik, eine zentrale Straße wurde für den Autoverkehr gesperrt. Nach einem eintägigen Streik traten derweil die Krankenschwestern wieder die Arbeit an.

Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums wurden in Israel für Montag 1855 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Deutschland waren es an dem Tag 522. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner wie Israel. dpa

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert