Nahost

CIA-Chef Burns: Gaza-Verhandlungen sollen weitergehen

CIA-Chef William Burns Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Chef des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, William Burns, hat weitere indirekte Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gaza-Krieg angekündigt. »Wir werden diesen detaillierteren Vorschlag vorlegen, in den nächsten paar Tagen, wie ich hoffe, und dann werden wir sehen«, sagte Burns auf einer Veranstaltung der Zeitung »Financial Times« in London. Bei den indirekten Verhandlungen vermitteln die USA, Ägypten und Katar, Burns leitet in der Regel die US-Delegation. 

Die Gespräche finden an wechselnden Orten statt - meist in Kairo oder in Doha -, kommen aber seit Monaten nicht voran. Dabei geht es auch um die Freilassung von Geiseln in der Gewalt der Hamas im Gegenzug für die Entlassung von palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen. 

Lesen Sie auch

US-Medien hatten bereits kürzlich über einen geplanten letzten Vorschlag berichtet. Sollten beide Seiten auch diesen wieder nicht akzeptieren, könnte es das Ende der Verhandlungen bedeuten, hieß es. Burns Worten zufolge stehe unermesslich viel auf dem Spiel - auch für die Zukunft und Sicherheit der gesamten Nahost-Region. 

Die nötigen Fortschritte bei den Verhandlungen seien am Ende »eine Frage des politischen Willens«, führte er auf dem Podium in London aus. »Ob die Führer beider Seiten bereit sind zu akzeptieren, dass (...) die Zeit gekommen ist, um einige harte Entscheidungen zu treffen und politische Kompromisse zu schließen.« Er hoffe zutiefst, dass die Führungen beider Seiten diese Entscheidungen treffen werden. 

Hamas hält weiterhin 101 Geiseln

Auslöser des Gaza-Krieges war der Terrorangriff der Hamas und anderer islamistischer Gruppen am 7. Oktober vergangenen Jahres im israelischen Grenzgebiet. Dabei waren mehr als 1.200 Menschen getötet und etwa 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. Israel reagierte mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive in Gaza. Nach israelischer Zählung befinden sich noch 101 Menschen in der Gewalt der Hamas, wobei unklar ist, wie viele von ihnen noch leben. dpa

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte gebilligt, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland hergestellt werden

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz kommen zu Sicherheitsberatungen zusammen, die IDF erhöhen ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026